Börse New York
Wall Street schließt uneinheitlich

Das US-Verbrauchervertrauen machte Anlegern an der Wall Street am Dienstag Mut. Doch die Angst vor dem China-Sog blieb. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte mal im roten, mal im schwarzen Bereich.

New YorkDie Anleger in den USA bleiben nervös. Nach volatilem Handel schloss die Wall Street am Dienstag uneinheitlich. Einerseits schürte ein überraschend starker Anstieg des US-Verbrauchervertrauens die Kauflaune bei den Anlegern. Andererseits belastete die Angst vor einer weltweiten Konjunkturabkühlung im Sog eines schwächeren Wachstums in China die Märkte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte mal im roten, mal im schwarzen Bereich. Zum Schluss notierte er 0,3 Prozent fester bei 16.049 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,1 Prozent zu auf 1884 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab dagegen 0,6 Prozent nach auf 4517 Stellen. Der Dax schloss mit 9450,40 Punkten 0,4 Prozent niedriger, hier wirkte sich zusätzlich einmal mehr die Abgas-Affäre bei Volkswagen negativ aus. VW-Papiere verloren 4,1 Prozent an Wert.

Ein überraschend starker Anstieg des US-Verbrauchervertrauens beruhigte zumindest zeitweise die US-Märkte. Börsianern zufolge wurde die Hoffnung geschürt, dass die weltgrößte Volkswirtschaft eine Zinserhöhung noch in diesem Jahr besser als bislang befürchtet wegstecken könnte. Insgesamt überwog aber die Vorsicht in New York. Schließlich stehen in dieser Woche noch einige Daten an, die konkretere Hinweise auf den genauen Zeitpunkt der ersten Zinserhöhung in den USA seit 2006 geben könnten.

Die US-Bank Goldman Sachs kappte derweil ihre Prognose für den Stand des S&P-500 zum Jahresende von 2100 auf 2000 Punkte. Zudem geht die Bank davon aus, dass das Umsatzwachstum der 500 in dem Index gelisteten Unternehmen 2015 im Schnitt erstmals seit langem wieder unter dem des Vorjahres bleiben wird.

Im Fokus stand zudem einmal mehr auch die Entwicklung in China. So werteten Börsianer die Krise beim Rohstoffgiganten Glencore als Hinweis auf eine sinkende Nachfrage aus der Volksrepublik - dem weltweit größten Konsumenten von Kupfer.

Zu den Verlierern in New York zählten Google -Anteilscheine, die knapp 0,3 Prozent nachgaben. Der Internetgigant stellte neue Smartphones vor, mit denen er Apple Konkurrenz machen will. Apple-Papiere verloren drei Prozent an Wert.

Yahoo-Aktien verteuerten sich dagegen um 2,4 Prozent. Der Internet-Pionier hat angekündigt, die geplante Abspaltung seiner Alibaba -Beteiligung trotz einer möglichen Steuerbelastung voranzutreiben.

Die Twitter -Aktie stieg um 1,3 Prozent. Die Technologie-Website Re/code berichtete, das Unternehmen arbeite an einem Produkt, dass es Nutzern ermögliche, Inhalte mit mehr als 140 Zeichen zu verbreiten.

Reynolds-Papiere legten 0,1 Prozent zu. Der US-Zigarettenhersteller verkauft einen Großteil der Rechte an seiner Marke "American Spirit" für rund fünf Milliarden Dollar an Japan Tobacco.

Um knapp 150 Prozent auf 32,51 Dollar aufwärts ging es mit den Papieren des Finanzberaters Phoenix. Der Rückversicherer Nassau Reinsurance will Phoenix kaufen und bietet 37,50 Dollar pro Aktie.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,02 Milliarden Aktien den Besitzer. 1353 Werte legten zu, 1732 gaben nach und 114 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,28 Milliarden Aktien 1053 im Plus, 1759 im Minus und 147 unverändert.

Die US-Kreditmärkte waren weiter als sicherer Hafen gesucht. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 12/32 auf 99-17/32. Die Rendite sank auf 2,0508 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 11/32 auf 100-14/32 und rentierte mit 2,853 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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