Börse New York: Wall Street schließt uneinheitlich

Börse New York
Wall Street schließt uneinheitlich

Nach der Opec-Einigung ist der Ölpreis gestiegen – das stützte wiederum die US-Börsen. Neben Aktien von Ölkonzernen legten auch Bankentitel zu, da Anleger mit einer Zinserhöhung der Fed und weniger Regulierung rechnen.
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New YorkDer Höhenflug des Ölpreises hat die Standard-Werte an den US-Börsen auch am Donnerstag gestützt. Technologie-Aktien wie Facebook, Apple und Microsoft verloren indes zwischen eineinhalb und drei Prozent. Händler sagten, nach den teils rasanten Kursanstiegen in der Branche in den letzten Jahren würden nun mehr und mehr Anleger dort aussteigen.

Der Dow-Jones-Index legte 0,4 Prozent zu und schloss auf einem Rekordhoch von 19.191 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab hingegen 0,35 Prozent auf 2191 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sackte um 1,4 Prozent auf 5251 Stellen.

Der Preis für die Rohöl-Sorte Brent kletterte am Donnerstag um weitere 3,5 Prozent auf knapp 54 Dollar je Barrel (159 Liter). Schon am Mittwoch hatte Brent sich um fast neun Prozent verteuert, nachdem sich die Opec-Länder auf die erste Kürzung der Förderquoten seit acht Jahren geeinigt hatten. Chevron-Aktien stiegen in der Folge um 1,5 Prozent. Der US-Branchenindex notierte zwischenzeitlich mit rund 553 Punkten so hoch wie zuletzt vor eineinhalb Jahren.

Neben den Aktien von Ölkonzernen legten auch Banken-Titel zu, weil die Anleger von einer US-Zinsanhebung noch in diesem Monat sowie dem Abbau von Regulierungen für die Branche durch den designierten US-Präsidenten Donald Trump ausgehen.

Die Papiere des US-Autobauers General Motors legten 5,5 Prozent zu, Ford stiegen um vier Prozent. Die Branche hat im November dank kräftiger Preisnachlässe ihren Absatz gesteigert. GM verkaufte in dem Monat rund zehn Prozent mehr Autos, Ford fünf Prozent und Toyota 4,3 Prozent.

Aktien von Delta Air Lines verloren 0,8 Prozent. Die Piloten der Fluggesellschaft haben dem neuen Tarifvertrag zugestimmt, der ihnen 30 Prozent mehr Geld binnen drei Jahren einbringt. Zudem bleiben sie weiter am Gewinn beteiligt. Zu dem Kursrückgang trug aber auch der Ölpreis-Anstieg bei. Er verteuert den Treibstoff für die Flugzeuge und schmälert damit den Gewinn der Airlines.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,17 Milliarden Aktien den Besitzer. 1120 Werte legten zu, 1859 gaben nach und 115 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,25 Milliarden Aktien 1090 im Plus, 1753 im Minus und 203 unverändert.

US-Staatsanleihen gaben nach. Die zehnjährigen Bonds verringerten sich um 17/32 auf 96-01/32. Sie rentierten mit 2,453 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 12/32 auf 95-16/32 und hatten eine Rendite von 3,106 Prozent. Händler sagten, die Entwicklung spiegele die Erwartung wider, dass der gestiegene Ölpreis und die Politik des künftigen US-Präsidenten Trump die US-Inflation anheizen würden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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