Börse New York: Wall Street schließt uneinheitlich

Börse New York
Wall Street schließt uneinheitlich

Die New Yorker Börsen waren nach schwachen Arbeitsmarktzahlen verhalten gestartet. Viele Experten wollten die Zahlen nicht überbewerten. Doch über den Handelstag erholten sich die Kurse nicht von dem Arbeitsmarkt-Schock.
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New YorkDie US-Anleger haben zum Wochenausklang enttäuscht auf die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt reagiert. Im Dezember wurden deutlich weniger Stellen geschaffen als erwartet. Vor allem die Standardwerte litten am Freitag unter der trüben Stimmung an der Wall Street. So schloss der Dow-Jones-Index 0,1 Prozent leichter bei 16.437 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich dagegen um 0,2 Prozent auf 1842 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte 0,4 Prozent auf 4174 Stellen vor.

Der jüngste US-Arbeitsmarktbericht verdarb den Anlegern die Laune. Im Dezember wurden nur 74.000 Stellen geschaffen, während Experten mit 196.000 neuen Jobs gerechnet hatten. Analysten führten die geringere Zahl auf den strengen Winter in vielen Teilen des Landes zurück. „Die Leute hoffen, dass das ein Ausreißer ist“, sagte Alec Young von S&P Capital IQ mit Blick auf die generell eher positive Entwicklung am US-Arbeitsmarkt. „Wenn es aber ein Trend sein sollte, dann wäre dies eine echte Bedrohung für das Wirtschaftswachstum.“

Der Dax halbierte als Reaktion auf den US-Arbeitsmarktbericht sein Kursplus und verabschiedete sich noch 0,5 Prozent fester bei 9473 Punkten ins Wochenende.

Der Arbeitsmarktbericht vom Dezember war der erste, seit die US-Notenbank Federal Reserve eine Reduzierung ihres milliardenschweren Bond-Kaufprogramms eingeleitet hat. Die Kennzahl gilt deshalb als besonders wichtig, weil die Anleger vor allem den weiteren Kurs der Fed aus der aktuellen Konjunkturentwicklung ablesen wollen. Ein beschleunigter Ausstieg aus dem Konjunkturförderprogramm - der angesichts sonst guter Daten am Markt bereits für möglich erachtet wurde – sei mit den neuen Zahlen nun erst einmal vom Tisch, sagte Young von S&P Capital IQ.

Bei den Einzelwerten wurde Alcoa für einen Milliardenverlust im Schlussquartal mit einem Kursrückgang von 5,2 Prozent abgestraft. Der Aluminiumhersteller hatte am Vorabend nach Börsenschluss die US-Bilanzsaison eingeleitet.

Die Kaufhauskette Target räumte ein, dass vom jüngsten Hackerangriff bis zu 70 Millionen Menschen betroffen sein könnten. Das wären deutlich mehr als bislang geschätzt. Target-Aktien fielen um 1,3 Prozent. Beim Rivalen Sears schmeckte den Anlegern das Ergebnis des Weihnachtsgeschäfts der hauseigenen Läden und der ebenfalls zum Konzern gehörenden Kmart-Filialen nicht. Der Umsatz fiel auf vergleichbarer Basis deutlich, die Aktie folgte mit einem Minus von 13 Prozent.

Abercrombie & Fitch verbuchten dagegen ein Kursplus von knapp elf Prozent. Die zuletzt schwächelnde Modekette schloss die Weihnachtssaison besser als erwartet ab und hob ihre Gewinnprognose an.

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