Börse New York
Wall Street schließt uneinheitlich

Wenig Bewegung, doch Tendenz positiv: Während die Quartalsbilanzen der Technologieriesen Google und IBM die US-Börsen enttäuschen, stimmen Zahlen von Morgan Stanley und Goldman Sachs die Händler optimistisch.
  • 0

New YorkDie US-Börsen haben am Gründonnerstag den Handel uneinheitlich beendet. Auch die Unternehmensbilanzen fielen sehr unterschiedlich aus. Die Quartalsergebnisse der Technologieriesen Google und IBM enttäuschten den Markt. Dagegen sorgten die Zahlen von Morgan Stanley, Goldman Sachs und General Electric bei den Händlern für Optimismus.

Zugleich wiesen neue Arbeitsmarktdaten auf eine Erholung der US-Wirtschaft hin. Die sich zuspitzende Ukraine-Krise hielt die Anleger in Atem. Die USA, Russland, die EU und die Ukraine verständigten sich auf ihrer Konferenz in Genf zwar auf die gemeinsame Forderung, die Gewalt in dem Land zu beenden. Doch von Entspannung kann in der Ukraine noch längst nicht die Rede sein.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab um 0,1 Prozent nach auf 16.408 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 schloss dagegen 0,14 Prozent im Plus bei 1864 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,23 Prozent auf 4095 Punkte. Der Dax schloss in Frankfurt ein Prozent höher bei 9409 Punkten. Der EuroStoxx50 legte 0,5 Prozent zu.

Bei den US-Einzelwerten standen Google-Aktien im Mittelpunkt, die 3,6 Prozent verloren. Der Konzern wächst zwar weiterhin deutlich, konnte die Umsatzerwartungen der Analysten aber nicht ganz erfüllen. IBM-Papiere gaben 3,2 Prozent nach. Das Unternehmen enttäuschte im ersten Quartal mit einem Umsatz- und Gewinnrückgang erneut die Erwartungen der Anleger.

Banken gehören zu den Gewinnern

Zu den Gewinnern gehörten unter anderem die Banken Goldman Sachs und Morgan Stanley. Goldman Sachs -Aktien notierten 0,13 Prozent höher. Der Gewinn fiel zwar um elf Prozent, übertraf damit aber immer noch die Erwartungen der Experten. Auch die Papiere der US-Investmentbank Morgan Stanley legten zu und kletterten um 2,9 Prozent. Unter anderem dank höherer Einnahmen in der Vermögensverwaltung steigerte die Bank ihren Gewinn um fast die Hälfte.

Mit einer regelrechten Kursexplosion betrat der chinesische Twitter-Rivale Weibo das New Yorker Börsenparkett. Die Weibo-Aktien schossen zu ihrem Debüt in den USA zeitweise mehr als 40 Prozent in die Höhe und schlossen immerhin noch 19 Prozent im Plus. Allerdings hatte der Online-Kurznachrichtendienst zuvor einen Dämpfer erhalten, als er den Ausgabepreis am untersten Ende der von 17 bis 19 Dollar reichenden Spanne ansetzte und statt der angestrebten 20 Millionen Anteilscheine nur 16,8 Millionen bei Investoren unterbrachte.

Positiv fielen die Daten zum US-Arbeitsmarkt aus. In den vergangenen vier Wochen stellten im Schnitt so wenige Menschen einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe wie seit Oktober 2007 nicht mehr. Dieser Trend sei gut für die Wirtschaft und halte die Erholung sicherlich auf Kurs, sagte FXDD-Analyst Greg Michalowski. Zudem fiel der Philadelphia-Fed-Index überraschend stark aus.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,83 Milliarden Aktien den Besitzer. 1782 Werte legten zu, 1265 gaben nach und 126 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,94 Milliarden Aktien 1663 im Plus, 944 im Minus und 112 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Börse New York: Wall Street schließt uneinheitlich"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%