Börse New York
Wall Street schließt unverändert

Am letzten Handelstag der Woche gab es in New York kaum Bewegung. Apple enttäuschte die Anleger und die Papiere fielen, die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt sind dagegen besser ausgefallen als erwartet.
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New YorkDie US-Börsen haben am Freitag nahezu unverändert geschlossen. Auf der einen Seite standen schwache Quartalszahlen des iPad-Herstellers Apple, die die Stimmung an der Wall Street drückten. Auf der anderen Seite gab es ein unerwartet starkes US-Wirtschaftswachstum von zwei Prozent im dritten Quartal. Letztlich hoben sich beide Impulse gegeneinander auf.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,03 Prozent fester mit 13.107 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 13.040 und 13.151 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index knapp 0,1 Prozent nach auf 1411 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq stieg hingegen um knapp 0,1 Prozent auf 2987 Stellen. Für die Gesamtwoche ergab sich damit beim Dow ein Minus von 1,8 Prozent, beim S&P von 1,5 und bei der Nasdaq von 0,6 Prozent. In Frankfurt schloss der Dax 0,4 Prozent höher mit 7231 Punkten.

Die US-Wirtschaft hat im dritten Quartal wegen anziehender Konsumausgaben an Schwung gewonnen. Das Bruttoinlandsprodukt legte zwischen Juli und September mit einer Jahresrate von 2,0 Prozent zu. Sinkende Exporte und Investitionen verhinderten ein besseres Ergebnis. Erwartet worden waren 1,9 Prozent. Eineinhalb Wochen vor der Präsidenten-Wahl bleibt offen, ob dies Barack Obama Rückenwind geben wird. Experten halten ein Wachstum von mindestens 2,5 Prozent über mehrere Quartale hinweg für notwendig, um die Arbeitslosigkeit spürbar zu drücken.

Licht und Schatten brachten Zahlen zum US-Verbrauchertrauen. Zwar ist die Stimmung der US-Konsumenten so gut wie seit fünf Jahren nicht mehr, denn der Index stieg im Oktober nach endgültigen Berechnungen auf 82,6 von 78,3 Punkten. In der vorläufigen Schätzung waren aber noch von 83,1 Zählern die Rede gewesen. Der von Anlegern stark beachtete Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das Stimmung und Kaufverhalten der US-Verbraucher im Voraus anzeigt. Die Konsumausgaben machen rund 70 Prozent der Wirtschaftsleistung der USA aus.

Apple enttäuschte Investoren bereits das zweite Quartal in Folge und blieb auch mit seiner Prognose für das wichtige Weihnachtsgeschäft unter den Erwartungen. Auch viele andere Unternehmen haben in der Berichtssaison bereits für Ernüchterung gesorgt. Die Apple-Aktie verlor zeitweise mehr als zwei Prozent und schloss am Ende mit einem Abschlag von 0,9 Prozent.

Zu den Verlierern zählten auch Goodyear Tire, die 10,4 Prozent abrutschten. Die Krise in Europa führte beim Reifenhersteller zu deutlichen Einbußen im Quartal.

Abwärts ging es auch mit den Titeln von Merck & Co, die 0,3 Prozent verloren. Der US-Pharmakonzern präsentierte den Anlegern einen Umsatz, der etwas schwächer ausfiel als erwartet.

Der Internet-Händler Amazon verbuchte im Quartal einen hohen Verlust - vor allem bedingt durch steigende Investitionen. Auf lange Sicht sollen die Gewinne aber wieder sprudeln. Die Aktie stieg um 6,9 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,74 Milliarden Aktien den Besitzer. 1215 Werte legten zu, 1724 gaben nach und 143 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,79 Milliarden Aktien 1031 im Plus, 1407 im Minus und 135 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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