Börse New York
Wall Street schließt vor Bilanzsaison mit größtem Tagesverlust

Vor der Präsentation der Quartalszahlen der amerikanischen Unternehmen, schloss die Wall Street am Dienstag im Minus. Industriewerte verloren, Technologie-Aktien setzten den Verlusten dagegen Grenzen.
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New YorkSorgen vor einer gebremsten Erholung der US-Wirtschaft haben die Wall Street auch am Dienstag deutlich belastet. Vor dem Start der Bilanzsaison durch den Aluminiumkonzern Alcoa nach Börsenschluss gaben die wichtigsten Indizes um jeweils rund 1,7 Prozent nach. In den Kursverlusten beim S&P 500, der den fünften Handelstag in Folge nachgab, sahen manche Anleger indes auch günstige Kaufgelegenheiten. Andere sprachen von einer überfälligen Korrektur, nachdem der Index seit Jahresbeginn fast zehn Prozent gewonnen hatte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,7 Prozent schwächer bei 12.715 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 12.710 und 12.929 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 gab 1,7 Prozent nach auf 1358 Zähler, der Index der Nasdaq 1,8 Prozent auf 2991 Stellen.

In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von 2,5 Prozent bei 6606 Zählern aus dem Handel. Schon am Montag hatte der jüngste US-Arbeitsmarktbericht für Kursverluste gesorgt. Die schwächelnde US-Wirtschaft schaffte im März zwar 120.000 Stellen, lag damit aber deutlich unter den Erwartungen von Experten. Die Erwartungen an den beginnenden Bilanzreigen seien relativ gering, sagte JJ Kinahan von TD Ameritrade in Chicago.

Deshalb könnten die Angaben der Konzerne als Beschleuniger dienen und den Markt antreiben. Die Verluste am Dienstag seien nicht weiter beunruhigend: Damit würde lediglich die Rally der vergangenen Wochen verarbeitet. Der angeschlagene Internetpionier Yahoo verlor 0,7 Prozent. Konzernchef Scott Thompson konnte Anleger mit seinen Umbauplänen nicht überzeugen. Yahoo will sich im Kampf gegen die Rivalen Google und Facebook neu aufstellen.

Zudem werde der Konzern zunächst sein Kerngeschäft mit Maildiensten, Suchfunktionen und Nachrichten stärken, schrieb Thompson in einer Mail an Mitarbeiter. Erst vor wenigen Tagen hatte er den Abbau von 2000 der 14.000 Stellen im Konzern angekündigt. Alcoa, das nach Handelsschluss seine Bilanz vorlegen sollte, gab drei Prozent nach. Anteilsscheine von Best Buy wurden to tief wie seit Dezember 2008 nicht mehr gehandelt und schlossen 5,9 Prozent schwächer mit 21,32 Dollar. Konzernchef Brian Dunn war nach 28 Jahren bei der weltgrößten Verbraucher-Elektronik-Kette zurückgetreten.

Zu den größten Gewinnern in New York zählten die Aktien von Supervalu mit einem Plus von mehr als 15 Prozent. Die drittgrößte US-Supermarktkette hatte die Anleger mit einem hohen Quartalsgewinn überrascht und für das Gesamtjahr einen höheren Gewinn prognostiziert als bislang von Analysten erwartet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 970 Millionen Aktien den Besitzer. 450 Werte legten zu, 2562 gaben nach und 83 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,94 Milliarden Aktien 445 im Plus, 2072 im Minus und 100 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wall Street schließt vor Bilanzsaison mit größtem Tagesverlust--
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    Die übliche Wiederholung-- rauf und runter.
    Das Casino der Finanzen rollt und rollt und rollt.
    Wer mitrollt wird überrollt.
    Jeder weiß, wie das Spiel läuft. Raus aus diesem Affenzirkus -10% gewinnen, die anderen werden abgezockt.
    Der Gewinn des "Einen", ist der Verlust der vielen anderen.
    ein Betrugs und Manipulationsspiel- wie mittlerweile alles.


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