Börse New York: Wall Street schwächelt wegen Apple-Talfahrt

Börse New York
Wall Street schwächelt wegen Apple-Talfahrt

Für Apple war es der schlechteste Tag in fast drei Monaten. Um fast drei Prozent gaben die Kurse zeitweise nach - und belasteten die US-Märkte. Doch das war nicht der einzige Grund für den größten Tagesverlust des Dow.
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New YorkBelastet von Kursabschlägen bei Apple, enttäuschenden Konjunkturdaten und schwindende Hoffnungen auf frisches Notenbankgeld haben die US-Börsen am Mittwoch ins Minus gedrückt. Zudem reagierten die Anleger nur verhalten auf die Meldung, dass Griechenland nunmehr auf die Rettung vor dem Staatsbankrott in letzter Minute hoffen kann.

Der Dow Jones Industrial sank um 0,76 Prozent auf 12 780,95 Punkte. Dies war der größte Tagesverlust, den der Leitindex in diesem Jahr bislang verkraften musste. Der S&P 500 fiel um 0,54 Prozent auf 1343,23 Punkte. An der Nasdaq ging es ebenfalls nach unten: Der Composite-Index gab um 0,55 Prozent nach auf 2915,83 Punkte, der Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 0,75 Prozent auf 2556,01 Punkte.

Nach Einschätzung von einigen Mitgliedern des geldpolitischen Ausschusses der US-Notenbank könnte der wirtschaftliche Ausblick weitere Anleihekäufe notwendig machen. Andere aber hielten dagegen, dass dies derzeit noch nicht erforderlich sei. Das geht aus dem Protokoll zur Sitzung am 24. und 25. Januar hervor.

Die Uneinigkeit der Ausschussmitglieder weckte Börsianern zufolge unter den Anlegern die Sorge, die Fed könne von einer erneuten Lockerung der Geldpolitik absehen. Mit Enttäuschung nahmen die Investoren zudem jüngste Konjunkturdaten auf. In den USA ist die Industrieproduktion im Januar überraschend nicht gestiegen.

Positive Signale hingegen kamen aus Brüssel. Am kommenden Montag wollen die Eurostaaten nach monatelangem Gezerre endgültig den Weg für das neue Griechenland-Paket von mindestens 130 Milliarden Euro frei machen. Das kündigte der Vorsitzende der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, an.

Bei den Einzelwerten ließen die Aktien von Apple im Schlussgeschäft 2,3 Prozent Federn. Der Technologiekonzern soll einem Medienbericht zufolge den weltgrößten Internethändler Amazon gebeten haben, den Verkauf seines iPads in China zu stoppen.

Um knapp 18 Prozent bergab ging es mit den Papieren von Zynga. Der Onlinespiele-Anbieter kann sein rasantes Wachstumstempo nicht halten und gewann zuletzt kaum noch neue Spieler für Produkte wie „CityVille“ oder „Farmville“. Auf den Verkauflisten standen auch Yahoo-Aktien, die 1,6 Prozent nachgaben. Die Verhandlungen zwischen dem US-Internetkonzern mit seinen Partnern Alibaba und Softbank über einen milliardenschweren Verkauf der asiatischen Yahoo-Beteiligungen befinden sich in der Sackgasse.

Die Dividendenpapiere von Goldman Sachs verteuerten sich nach der Meldung der guten Zahlen der französischen Großbank BNP um 0,3 Prozent. Kellogg-Aktien stiegen um 5,1 Prozent. Der Cornflakes-Anbieter kauft für 2,7 Milliarden Dollar die Chips-Marke Pringles vom Rivalen Procter & Gamble. Aufwärts ging es auch mit den Aktien von Comcast, die 4,7 zulegten. Der größte US-Kabelnetzbetreiber hat seinen Gewinn auch dank einer steigenden Zahl von Internet-Nutzern gesteigert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Michaël Jarjour
Michaël Jarjour
Handelsblatt / Freier Journalist
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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