Börse New York
Wall Street schwingt sich ins Plus

Nach einem turbulenten Tag verabschiedeten sich die Anleger in New York mit Gewinnen aus dem Handelstag. Dies trotz schwacher Industriedaten und wachsenden Sorgen wegen der angespannten Lage in der Ukraine.
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New YorkDie US-Aktienmärkte haben am Dienstag dank positiver Quartalsberichte von Unternehmen Gewinne verbucht. Vor allem die Geschäftszahlen von Coca-Cola und Johnson & Johnson ließen die Kurse steigen. Die Gewinne hielten sich allerdings in Grenzen, nachdem eine Reihe von Industriedaten weniger robust als erwartet ausgefallen waren. In Europa dominierte die Ukraine-Krise das Börsengeschehen und drückte den Dax tief ins Minus.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss rund 0,6 Prozent fester bei 16.262 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,7 Prozent auf 1842 Zähler ab. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,3 Prozent zu auf 4034 Punkte. In Frankfurt verlor der Dax wegen der Spannungen in der Ukraine 1,8 Prozent und schloss auf dem niedrigsten Stand seit vier Wochen.

Bei den US-Einzelwerten legten die Aktien des Konzerns Johnson & Johnson rund 2,1 Prozent zu. Dank neuer, verschreibungspflichtiger Mittel verdiente der Hersteller von Neutrogena-Kosmetik und Penaten-Creme im ersten Quartal mehr als erwartet. Die Prognosen für das Gesamtjahr hob der Bayer -Partner an.

Obwohl der Nettogewinn von Coca-Cola um sieben Prozent sank, griffen Anleger bei den Papieren des Getränkeherstellers zu. Sie stiegen 3,7 Prozent. Der Umsatz fiel besser aus als erwartet, vor allem dank guter Geschäfte in China. Sie machten Rückgänge in Europa und den USA wett.

Konjunktur statt Krim

Für einen Dämpfer sorgten die Konjunkturdaten. Das Verarbeitende Gewerbe im Bundesstaat New York legte im vergangenen Monat weniger stark zu als erwartet. Auch neue Zahlen aus der Baubranche fielen wenig überzeugend aus.

Während in den USA die Konjunkturdaten und Quartalszahlen im Fokus standen, blieb in Europa die Ukraine-Krise im Mittelpunkt des Interesses. „Die Angst vor einer militärischen Eskalation zwischen pro-russischen Separatisten und der ukrainischen Truppen und damit vor dem Ausbruch eines Bürgerkrieges regiert an der Börse“, sagte Jens Klatt vom Analysehaus Daily FX. Hinzu kämen die zunehmenden Spannungen zwischen Ost und West, deren Folgen nur schwer abzuschätzen seien.

Angesichts einer drohenden Ausweitung der Sanktionen ziehen immer mehr Anleger ihre Gelder aus Russland ab. Der Micex-Index, dessen Werte in Rubel notiert sind, verlor 2,5 Prozent. Der auf Dollar lautende RTS-Index brach um 3,1 Prozent ein.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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