Börse New York
Wall Street setzt Aufwärtstrend fort

Die Wall Street musste am Mittwoch zunächst leichte Abschläge verkraften. Schwache US-Industriedaten verdarben den Händlern die Stimmung. Dann jedoch drehte der Dow ins Plus. Enttäuscht waren die Anleger von Deere.
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New YorkDie US-Börsen haben am Mittwoch trotz enttäuschender Konjunkturdaten ihren Aufwärtstrend fortgesetzt. Die US-Unternehmen drosselten ihre Produktion im April unerwartet deutlich. Sie fiel um 0,5 Prozent zum Vormonat, von Reuters befragte Ökonomen hatten nur ein Minus von 0,2 Prozent erwartet.

Insgesamt seien die Bedingungen für einen Aufschwung an den Börsen aber recht gut, sagte Analyst Peter Cardillo von Rockwell Global Capital: "Wir haben eine Wirtschaft, die nicht heiß läuft, die sich nicht abkühlt, sondern moderat wächst." Zudem gebe es keine Inflation und niedrige Zinsen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte bis zum Schluss 0,4 Prozent auf 15.275 Punkte zu. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 15.175 und 15.301 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,5 Prozent auf 1658 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,3 Prozent auf 3471 Stellen. Der Dax rückte um 0,3 Prozent vor und schloss erneut auf einem Rekordstand bei 8362 Punkten, nachdem er im frühen Handel sogar auf 8368 Zähler geklettert war.

Der weltgrößte Traktoren-Hersteller Deere rechnet zwar mit einem Rekordgewinn in diesem Jahr, weil der Absatz von Fahrzeugen für die Landwirtschaft floriert. Die Anleger zeigten sich aber erschreckt über die Prognose für das schwächelnde Baumaschinengeschäft. Der Deere-Kurs brach 4,4 Prozent ein.

Die Anleger interessierten sich für den Flugzeugbauer Boeing, der nach viermonatiger Zwangspause wegen Batterie-Problemen seinen Prestigeflieger 787 Dreamliner wieder auslieferte. Die japanische All Nippon Airways (ANA) erhielt eine Maschine mit neuem Batterie-System. Die Boeing-Aktien notierten rund ein Prozent im Plus.

Auf den Einkaufslisten der Börsianer standen auch die Dividendentitel der Citigroup. Die Großbank setzt ihre Schrumpfkur fort und verkauft das Kreditkartengeschäft in Brasilien. Das größte Geldhaus des südamerikanischen Landes, Itau Unibanco, übernimmt die Sparte für umgerechnet gut eine Milliarde Euro. Die Citi-Papiere verteuerten sich um 2,5 Prozent.

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