Börse New York
Wall Street setzt Rally dank Banken fort

Seit drei Wochen geht es fast ununterbrochen aufwärts: Der Dow schloss am Dienstag nahe dem Tageshoch. Nebst Banken war Sony ein großer Gewinner – und Nokia ein tragischer Verlierer.
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New YorkDie US-Börsen haben am Dienstag ihre seit drei Wochen anhaltende Rally auf breiter Basis fortgesetzt. Vor allem Banken zählten zu den Kursgewinnern, die von Hoffnungen auf weiteres Wirtschaftswachstum profitierten.

Zudem kam der Wall Street eine große Liquidität zugute, die derzeit in den Markt gepumpt wird. „Das pure Volumen an flüssigen Mitteln, die an die Börsen gelangen, verhindert Korrekturen, obwohl wir fundamental überkauft sind“, warnte jedoch ein Händler.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte bis zum Schluss 0,8 Prozent auf 15.215 Punkte zu. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 15.089 und 15.219 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg ein Prozent auf 1650 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte 0,7 Prozent auf 3462 Stellen vor. Der deutsche Leitindex beendete den Handel mit einem Plus von 0,7 Prozent bei 8339,11 Punkten und blieb damit nur 19 Zähler unter seinem Allzeithoch vom Freitag, das er während des Verlaufs erreicht hatte.

Bei den Einzelwerten ragten die in den USA notierten Aktien von Sony mit einem Kursaufschlag von rund zehn Prozent heraus. Sony-Großaktionär Third Point will den japanischen Elektronik-Riesen aufspalten.

In einem Brief an das Management in Tokio schlägt der US-Hedgefonds vor, die Unterhaltungssparte vom Konzern abzutrennen und an die Börse zu bringen. Das könne die Schulden reduzieren und den Sony-Aktienkurs um etwa 60 Prozent in die Höhe treiben.

Das neue Lumia-Smartphone von Nokia floppte zumindest an der Wall Street. Die in New York gelisteten Aktien des Handy-Pioniers brachen nach der Vorstellung mehr als fünf Prozent ein.

Auf den Einkaufslisten der Börsianer standen insbesondere Banken. So verteuerten sich die Dividendenpapiere von Bank of America um 2,8 Prozent, die von Citigroup um 2,4 Prozent und die von Goldman Sachs um 3,3 Prozent.

Ebenfalls gefragt waren die Aktien von Boeing mit einem Plus von 1,4 Prozent. Der US-Konzern nahm nach fast vier Monaten die Auslieferung des 787 „Dreamliner“ wieder auf.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 700 Millionen Aktien den Besitzer. 2006 Werte legten zu, 993 gaben nach und 111 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,79 Milliarden Aktien 1754 im Plus, 737 im Minus und 105 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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