Börse New York
Wall Street setzt Rekordjagd fort

An der Wall Street griffen die Anleger am Dienstag bei Aktien zu. Grund: Die Märkte hofften auf positive Impulse durch die Trump-Regierung. Da tritt der am Mittwoch fällige Fed-Zinsentscheid in den Hintergrund.
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New YorkAm Tag vor der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der Notenbank Fed haben die US-Börsen erneut zugelegt. "Der Markt ist immer noch im 'Trump-Modus', in dem er Wirtschaftswachstum und positive Impulse für den Arbeitsmarkt durch die neue Regierung erwartet", sagte Andre Bakhos, Geschäftsführer des Vermögensberaters Janlyn. Unter Börsianern gilt als sicher, dass die Fed den Leitzins am Mittwoch um ein Viertelpunkt anhebt. Die große Frage sei aber, wie rasch sie 2017 die geldpolitischen Zügel anziehen werde, betonte Kaneo Ogino, Manager beim Analysehaus Global-Info. Bislang rechnen Anleger für das kommende Jahr meist mit zwei Schritten nach oben.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent höher auf 19.911 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,6 Prozent auf 2271 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,9 Prozent auf 5463 Punkte. Alle drei Indizes markierten neue Allzeithochs.

Bei den Einzelwerten brachen Inovalon um 35 Prozent ein. Der Anbieter von Datenanalyse für Pharma- und Medizintechnikfirmen stellte für das Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 426 bis 428 Millionen Dollar in Aussicht. Analysten hatten bislang knapp 473 Millionen Dollar erwartet. Die Anteilsscheine von Eli Lilly verteuerten sich dagegen um 1,5 Prozent, nachdem der Pharmakonzern eine Dividendenerhöhung angekündigte.

Angeführt von den Finanzwerten setzten die europäischen Börsen ihre Weihnachtsrally fort. In der Hoffnung auf eine schnelle Sanierung der angeschlagenen Institute stiegen Investoren vor allem bei italienischen Banken ein. Deren Branchenindex stieg um 5,8 Prozent. Der Dax markierte in Frankfurt mit 11.300 Punkten zeitweise ein Zwölf-Monats-Hoch und verabschiedete sich mit einem Plus von 0,8 Prozent bei 11.284 Zählern in den Feierabend. Der EuroStoxx50 legte 1,3 Prozent auf 3239 Punkte zu. Der europäische Banken-Index gewann 1,2 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 910 Millionen Aktien den Besitzer. 1764 Werte legten zu, 1207 gaben nach und 125 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,06 Milliarden Aktien 1610 im Plus, 1278 im Minus und 184 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten im Vorfeld der Zinsentscheidung zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 1/32 auf 95-27/32. Die Rendite sank auf 2,4732 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 17/32 auf 95-1/32 und rentierte mit 3,1328 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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