Börse New York: Wall Street sorgt sich nicht um Zypern

Börse New York
Wall Street sorgt sich nicht um Zypern

Die US-Börsen schließen mit Gewinnen. Der Poker um Zypern lies die Anleger an der Wall Street kalt. In Kaufrausch gerieten Anleger bei Nike-Aktien, die um mehr als elf Prozent anzogen.
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Zuversicht über eine Einigung auf Finanzhilfen für das vor der Pleite stehende Zypern haben am Freitag die New Yorker Börsen beflügelt. Gestützt wurde die Stimmung durch gute Quartalszahlen des weltgrößten Sportartikelherstellers Nike. In Europa hielt die Zypern-Krise dagegen die Anleger von den Börsen fern.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent höher auf 14.512 Punkte. Er pendelte zwischen 14.421 und 14.520 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,7 Prozent auf 1557 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte ebenfalls um 0,7 Prozent höher bei 3245 Punkten. Ich Wochenvergleich notierte der Dow fast unverändert, der S&P gab leicht um 0,2 Prozent, die Nasdaq um 0,1 Prozent nach.

"Die US-Anleger ziehen sich vor dem Wochenende lieber aus den europäischen Märkten zurück und legen ihr Geld daheim an, um auf der sicheren Seite zu sein", sagte ein Händler in Frankfurt.

Andere Anleger verwiesen darauf, dass die zyprische Regierungspartei sich optimistisch über eine bald bevorstehende Beilegung des Streits über Finanzhilfen geäußert habe. Die Europäische Union hat Zypern eine Frist bis Montag gesetzt, um eine Eigenbeteiligung von 5,8 Milliarden Euro aufzutreiben. Diese Summe ist Bedingung dafür, dass das Land zehn Milliarden Euro an Hilfskrediten erhält.

Bei den Einzelwerten standen in New York die Aktien von Nike im Mittelpunkt. Die Papiere zogen um mehr als elf Prozent an. Der Sportartikelhersteller hatte florierende Geschäfte in China und den USA vermeldet. Tiffany-Aktien legten zwei Prozent zu. Der Juwelier hat im abgelaufenen Quartal, in das auch das Weihnachtsgeschäft fällt, etwas mehr Gewinn erwirtschaftet. Im laufenden Jahr rechnet der Handelskonzern zudem mit einem Umsatzanstieg von sechs bis acht Prozent.

Beeinflusst von der Gemengelage aus Hoffnung und Skepsis wegen Zypern schloss der deutsche Dax 0,3 Prozent im Minus bei 7911,35 Zählern. Der EuroStoxx50 ging nahezu unverändert bei 2684 Punkten aus dem Handel.

Der Euro zeigte sich von der Verunsicherung mancher Aktienanleger unbeeindruckt und stieg auf 1,2991 Dollar nach 1,2896 Dollar am Vorabend in New York. "Es scheint so, als ob die Anleger mit einer Einigung vor Montag rechnen", sagte Devisenstratege Brian Kim von RBS Securities.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 620 Millionen Aktien den Besitzer. 1856 Werte legten zu, 1072 gaben nach und 166 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,68 Milliarden Aktien 1448 im Plus, 950 im Minus und 133 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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