Börse New York
Wall Street tritt auf der Stelle

Mit einem ordentlichen Zuwachs an Arbeitsplätzen stärkt der US-Arbeitsmarkt seine heimische Wirtschaft. Den Anlegern aber nimmt das den Wind aus den Segeln, denn die träumen weiter von der späten Zinswende.
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New kDie US-Börsen haben sich am Freitag trotz eines starken Arbeitsmarktberichts kaum vom Fleck bewegt. Die US-Wirtschaft schuf im Mai weit mehr Jobs als erwartet. Die Daten schürten Spekulationen auf eine baldige Zinswende in den USA, sagte ein Börsianer. Die meisten Experten tippen bislang auf eine Erhöhung der Leitzinsen im September oder gegen Jahresende. Die Notenbank hält den Schlüsselzins seit Ende 2008 auf dem historisch niedrigen Niveau von null bis 0,25 Prozent.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,3 Prozent auf 17.849 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,14 Prozent auf 2092 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte dagegen 0,18 Prozent auf 5068 Punkte vor. Im Wochenverlauf verlor der Dow 0,9 Prozent und der S&P 0,7 Prozent. Die Nasdaq zeigte sich faktisch unverändert.

Die Anteilsscheine von Charles Schwab kletterten um gut drei Prozent, nachdem Goldman Sachs eine Kaufempfehlung für die Dividendenpapiere des Finanzmaklers ausgesprochen hatte.

Unter verstärkten Verkaufsdruck geriet dagegen Fiat Chrysler, nachdem Firmenchef Sergio Marchionne gesagt hatte, die Sportwagentochter Ferrari werde nicht vor dem 12. Oktober an der Börse debütieren. Fiat-Titel brachen daraufhin in New York um mehr als zweieinhalb Prozent ein.

In Frankfurt verabschiedete sich der Dax mit einem Minus von 1,3 Prozent bei 11.197,15 Punkten in den Feierabend. Damit summiert sich der Wochenverlust auf etwa zwei Prozent. Der EuroStoxx50 verlor am Freitag 1,3 Prozent auf 3.510,01 Zähler.

Dabei stand die griechische Schuldenkrise im Mittelpunkt, nachdem die Athener Regierung den Internationalen Währungsfonds (IWF) um Zahlungsaufschub gebeten und die jüngsten Bedingungen der Gläubiger für weitere Hilfszahlungen als inakzeptabel zurückgewiesen hatte. Griechenland will die im Juni fälligen Kreditraten im Volumen von insgesamt gut 1,5 Milliarden Euro Ende des Monats auf einmal zahlen. Ob die Athener Regierung das Geld aufbringen kann, ist aber unklar.

"Die Ablehnung der Gläubiger-Vorschläge bedeutet, dass die Lage schwieriger ist als die Leute gehofft hatten", sagte Commerzbank-Anlagestratege Christoph Rieger. "Mit der Bündelung der IWF-Zahlungen haben sich die Griechen zwar etwas Zeit erkauft, aber insgesamt ist die Nachrichtenlage negativ."

An der New York Stock Exchange wechselten rund 782 Millionen Aktien den Besitzer. 1426 Werte legten zu, 1629 gaben nach und 120 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,83 Milliarden Aktien 1782 im Plus, 962 im Minus und 143 unverändert.

Die US-Staatsanleihen mussten Federn lassen. Die zehnjährigen Papiere fielen um 27/32 auf 97-18/32. Sie rentierten mit 2,4 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 1-6/32 auf 98-6/32 und hatten eine Rendite von 3,09 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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