Börse New York
Wall Street tritt auf der Stelle

Ging vielleicht doch alles ein bisschen zu schnell mit der Rally nach dem Wahlsieg Trumps? Die US-Börsen treten am Freitag weitgehend auf der Stelle. Die Märkte wollen wohl sehen, ob Trump auch hält, was er verspricht.
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New YorkDie Standardwerte an den US-Börsen sind am Freitag weitgehend auf der Stelle getreten. Händler hielten sich zurück und verwiesen auf die kräftigen Kursanstiege seit der Wahl von Donald Trump zum künftigen US-Präsidenten im November. Möglicherweise sei es zu schnell bergauf gegangen. So müsse sich erst noch zeigen, welche von Trumps Ankündigungen tatsächlich auch umgesetzt würden. Allgemein wird erwartet, dass der Nachfolger von Barack Obama mit umfassenden staatlichen Ausgaben in Infrastrukturprojekte und der Rücknahme von Regulierungen etwa in der Finanzbranche das US-Wachstum stark anschieben will.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent tiefer bei 19.885 Punkten. Der S&P-500 gewann 0,2 Prozent auf 2274 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,5 Prozent auf 5574 Stellen zu. Die Umsätze an den Börsen waren vor dem langen Wochenende relativ gering. Am Montag bleiben die US-Märkte wegen eines Feiertags geschlossen. In Frankfurt hatte der Dax knapp ein Prozent auf 11.629 Punkte zugelegt. Der EuroStoxx stieg um 1,15 Prozent auf 3324 Punkte.

Der S&P wurde angetrieben von Facebook, die Aktien legten knapp zwei Prozent zu. Die Analysten von Raymond James hatten die Papiere zuvor heraufgestuft.

Die Online-Videothek Netflix profitierte ebenfalls von einer Rating-Änderung und legte 2,6 Prozent zu. Die Deutsche Bank hatte die Papiere auf "halten" von "verkaufen" hochgestuft.

Auch die Aktien großer US-Banken legten nach der Vorlage von Geschäftszahlen zunächst kräftig zu, gaben ihre Gewinne im Handelsverlauf aber weitgehend wieder ab. Die Bank of America schaffte angesichts eines guten Handelsgeschäfts im Zuge der Börsenrally nach dem überraschenden Wahlsieg von Trump einen deutlichen Gewinnsprung. Gleiches galt für JPMorgan. Wells Fargo macht indes der Skandal um Phantomkonten weiter zu schaffen.

Um ein Prozent bergauf ging es mit Blackrock. Der weltgrößte Vermögensverwalter hat im abgelaufenen Quartal wegen Kostensenkungen besser abgeschnitten als erwartet.

Positive Nachrichten gab es zum Wochenschluss auch von der Konjunktur. So stieg der Umsatz der US-Einzelhändler im Dezember um 0,6 Prozent. Im November hatte das Plus lediglich 0,2 Prozent betragen. Vor allem eine lebhafte Nachfrage nach Autos sorgte zum Jahresschluss für Rückenwind.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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