Börse New York
Wall Street tritt auf der Stelle

Der Kurs von Microsoft erreichte ein Rekordhoch, aber trotzdem kommen die US-Börsen nicht voran. Amerikas Wirtschaftswachstum schwächelt. Alle Augen sind nach wie vor auf den neuen US-Präsidenten gerichtet.
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New YorkDie US-Börsen haben sich nach ihrer jüngsten Rekordjagd am Freitag kaum vom Fleck bewegt. „Der Markt hat eine kräftige, solide Rally hingelegt, es gibt nun eine Pause für die Neubewertung“, sagte Andre Bakhos von Janlyn Capital. Der Leitindex Dow Jones schloß praktisch unverändert bei 20.091 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank ebenfalls 0,1 Prozent auf 2294 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte unverändert bei 5660 Stellen. In der zu Ende gehenden Woche hatten Spekulationen auf einen weltweiten Wirtschaftsboom die Börsen angetrieben. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte in den USA knackte erstmals in seiner Geschichte die Marke von 20.000 Punkten.

Börsenexperte Markus Huber vom Broker City of London Markets rechnet damit, dass die kleine Schwächephase nicht lange anhält. „Besonders in den USA setzen Anleger darauf, dass der neue Präsident Donald Trump keine Zeit verliert und neue, radikale Maßnahmen auf den Weg bringt, die seiner Ansicht nach die Konjunktur ankurbeln.“ Trump hatte Steuersenkungen und Deregulierungen für Unternehmen sowie umfassende Infrastrukturprogramme in Aussicht gestellt. Die US-Wirtschaft verlor zuletzt deutlich an Schwung. Von Oktober bis Dezember legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf das Jahr hochgerechnet mit 1,9 Prozent weniger zu als erwartet.

Anlass zur Freude lieferte ein Gewinn über den Markterwartungen vom Softwareriesen Microsoft. Die Aktien kletterten um 2,35 Prozent und waren mit 65,78 Dollar so teuer wie noch nie. Der Konzern war damit an der Börse wieder mehr als 500 Milliarden Dollar wert. Zuletzt war dies im Jahr 2000 der Fall gewesen.

Ein Quartalsergebnis unter Markterwartungen drückte Colgate-Palmolive ins Minus. Die Anteilscheine brachen mehr als sechs Prozent ein.

Die Aussicht auf schrumpfende Umsätze vergraulte die Anleger von Starbucks. Die Titel fielen 3,8 Prozent, nachdem die US-Kaffeehauskette die Prognose fürs Gesamtjahr gesenkt hatte.

Die Aktien der Opel-Mutter GM verbilligten sich um rund ein Prozent. Der Autobauer will nach Gewerkschaftsangaben 625 Jobs von einem kanadischen Werk nach Mexiko verlagern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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