Börse New York
Wall Street tritt nach Rekordjagd auf die Bremse

Gestern eilte der Dow Jones noch zu einem neuen Rekordhoch. Heute hielten sich die Anleger zurück. Einzelne Titel legen trotzdem kräftig im Plus. Die Konsumausgaben stiegen auf das höchste Niveau seit viereinhalb Jahren.
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New YorkAn der Wall Street sind die Anleger am Donnerstag auf die Bremse getreten. Nach dem Schlussrekord des Dow-Jones-Index am Mittwoch notierten die US-Börsenbarometer nur wenig verändert. Es gebe aktuell keine Nachrichten, die einen weiteren Kursanstieg rechtfertigten, sagten Händler.

Der Dow schloss 0,1 Prozent tiefer bei 16.558 Punkten. Im Verlauf war er zwischen 16.525 und 16.604 Stellen gependelt. Am Mittwoch war er gestützt durch die Erwartung einer weiteren Konjunkturerholung mit 16.580 Punkten so hoch aus dem Handel gegangen wie nie zuvor. Der breiter gefasste S&P 500 notierte am Donnerstag unverändert zum Vortag mit 1883 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg indes um 0,3 Prozent auf 4127 Punkte. Wegen des Mai-Feiertags blieben viele andere Handelsplätze weltweit geschlossen.

Im Blick der Anleger stand das Internetunternehmen Yelp , das seinen Quartalsumsatz um zwei Drittel steigerte. Die Aktie des Bewertungsportals legte 9,7 Prozent zu.

Abwärts ging es dagegen mit dem Kurs des japanischen Elektronik-Konzerns Sony, der in New York um 2,7 Prozent abrutschte. Der Verlust des Unternehmens im vergangenen Geschäftsjahr fiel nach neuen Schätzungen des Managements deutlich höher aus als zuletzt vorausgesagt.

Der US-Mobilfunkanbieter Sprint treibt einem Insider zufolge seine milliardenschweren Pläne zur Übernahme des Rivalen T-Mobile US voran. Sprint stimme die Finanzierung des auf 50 Milliarden Dollar geschätzten Vorhabens mit mindestens fünf Banken ab, sagte ein Insider. Sprint-Aktien legten 2,7 Prozent zu, T-Mobile US 8,1 Prozent.

Der US-Telekomkonzern AT&T bereitet einem Medienbericht zufolge eine mindestens 40 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Pay-TV-Anbieters DirecTV vor. Aktien von AT&T gaben 0,3 Prozent nach, DirectTV stiegen um 4,1 Prozent.

Die Anteilsscheine der Opel-Mutter General Motors stiegen um 1,2 Prozent, nachdem der Autobauer für den April eine Absatzsteigerung von sieben Prozent ausgewiesen hatte.

Von der Konjunktur kamen positive Signale: Die Konsumausgaben erhöhten sich im März um 0,9 Prozent zum Vormonat. Der Konsum stieg damit auf das höchste Niveau seit mehr als viereinhalb Jahren. Auch das Wachstum der US-Industrie verstärkte sich im April. Der Einkaufsmanager-Index kletterte auf 54,9 (März: 53,7) Punkte. Das war der dritte Zuwachs in Folge.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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