Börse New York
Wall Street verabschiedet sich mit Verlusten

Im letzten Handelstag der Woche ließ die Ukraine-Krise die Begeisterung über einen überraschend starken Job-Bericht in den USA verpuffen. Die größten Indizes schlossen mit Verlusten. Im Fokus waren Pharma-Titel.
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New YorkBelastet von den Kämpfen in der Ukraine haben die US-Börsen am Freitag nachgegeben. Die Aktienanleger befürchteten eine weitere Eskalation des Konflikts und gingen deshalb auf Nummer sicher, sagte ein Börsianer. Im Osten der Ukraine begann die Regierung eine Offensive gegen pro-russische Separatisten. In Odessa starben fast 40 Menschen, nachdem ein Gebäude in Flammen aufging. Überraschend starke US-Arbeitsmarktdaten hellten die Stimmung der Anleger nur geringfügig auf.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent tiefer mit 16.512 Punkte. Im Verlauf war er zwischen 16.488 und 16.620 Zählern gependelt. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,1 Prozent auf 1881 Punkte, der Index der Technologiebörse Nasdaq gab ebenfalls 0,1 Prozent nach auf 4123 Stellen. In der Gesamtwoche gab es damit für den Dow und den S&P noch ein Plus von 0,9 Prozent und für die Nasdaq von 1,2 Prozent.

In Frankfurt schloss der Dax mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 9556 Punkten. Im Vergleich zur Vorwoche legte er dennoch 1,6 Prozent zu. Der EuroStoxx50 büßte am Freitag 0,7 Prozent auf 3178 Zähler ein.

Die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der US-Landwirtschaft stieg im April um 288.000. Analysten hatten mit 210.000 zusätzlichen Jobs gerechnet. Die Arbeitslosenquote sank von 6,7 auf 6,3 Prozent. Experten zufolge braucht es aber für steigende Kurse nach den jüngsten Rekordhochs offensichtlich mehr als „nur“ gute Wirtschaftsdaten. Schließlich seien Aktien inzwischen relativ teuer, sagte Rick Meckler, Chef von LibertyView Capital Management. „Wir brauchen starke Firmenbilanzen, um dem Markt zusätzlichen Auftrieb zu geben. Konjunkturdaten reichen einigen nicht aus.“

T-Mobile steigt weiter

Am deutschen Aktienmarkt stand die Deutsche Telekom im Fokus. Insidern zufolge treibt der drittgrößte US-Mobilfunkanbieter Sprint seine milliardenschweren Pläne zur Übernahme von T-Mobile US voran. Positiv war laut Händlern zudem der Umsatzanstieg bei der US-Tochter von knapp 50 Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar. Die Telekom-Aktie stieg um 1,1 Prozent, die von T-Mobile US nach den acht Prozent am Vortag um weitere 1,1 Prozent. Sprint fielen um 0,3 Prozent.

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  • Gerade zu mustergültig,wie der Dow immer wieder am ATH abprallt.

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