Börse New York
Wall Street verdaut Zinssignale der Fed

Verluste bei Wertpapieren aus der Gesundheitsbranche sowie die Zinssignale der US-Notenbank Fed haben den Handelstag an der Wall Street bestimmt. Die Indizes traten auf der Stelle. Auch im Fokus: zwei Börsendebütanten.

New YorkVerluste bei Aktien aus der Gesundheitsbranche haben am Donnerstag die US-Börsen gebremst. Auslöser war der Krankenversicherer UnitedHealth, der seine Gewinnprognose senkte.

Zudem verdauten die Anleger das Protokoll der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank. Dieses deutet darauf hin, dass die Fed zwar im Dezember die Zinsen erstmals seit fast zehn Jahren anheben, danach aber zurückhaltend agieren wird. Die aktuellen Mini-Zinsen gelten als treibende Kraft für die Kursgewinne an den Aktienmärkten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit knapp 17.733 Punkten kaum verändert aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,1 Prozent auf 2081 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq trat auf der Stelle mit fast 5074 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 1,1 Prozent fester bei 11.085 Punkten, dem höchsten Stand seit drei Monaten.

An der Wall Street gab der Gesundheitssektor 1,6 Prozent nach. Der Kurs des Dow-Werts UnitedHealth brach um 5,6 Prozent ein. Die Titel des Wettbewerbers Anthem verloren sogar 6,9 Prozent und die des Rivalen Aetna 6,5 Prozent.

Pfizer -Aktien büßten drei Prozent ein. Vor der geplanten Verschärfung der Steuergesetze in den USA will der Pharma-Konzern einem Insider zufolge den Botox-Hersteller Allergan mit mehr Geld in eine Fusion locken. Im Raum stehen 150 Milliarden Dollar.

Intel-Aktien zogen 3,4 Prozent an. Der Chipkonzern hob seine Dividende an.

Im Fokus standen zudem zwei Börsendebütanten. Der Bezahldienst Square legte mit einem Kurssprung von bis zu 64 Prozent einen fulminanten Start hin. Ebenfalls deutlich nach oben ging es mit den Aktien der Match Group, die am ersten Handelstag fast 23 Prozent anzogen. Zur Firma gehört die Dating-App Tinder.

Gefragt waren nach einem überraschend hohen Quartalsgewinn und einer angehobenen Umsatzprognose auch die Aktien des SAP -Rivalen Salesforce. Sie verteuerten sich um 4,3 Prozent.

An der New Yorker Börse wechselten rund 820 Millionen Aktien den Besitzer. 1585 Werte legten zu, 1478 gaben nach, und 134 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,79 Milliarden Aktien 1250 im Plus, 1553 im Minus und 152 unverändert.

Auch an den US-Kreditmärkten stellten sich die Anleger auf eine Zinswende im Dezember ein. Die zehnjährigen Staatsanleihen stiegen um 7/32 auf 100-1/32. Sie rentierten mit 2,24 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten um 23/32 auf 99-28/32 und hatten eine Rendite von 3,0 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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