Börse New York
Wall Street verharrt nahe am Rekordniveau

Das starke US-Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal beeindruckt die US-Anleger, doch ein schwindendes Verbrauchervertrauen bremst den Aufwärtstrend. Ein Edeljuwelier zählte am Dienstag zu den Gewinnern.
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New YorkDurchwachsene US-Konjunkturdaten haben die Wall Street am Dienstag in Schach gehalten. Positive Impulse durch die Anhebung der Wachstumsschätzung des Handelsministeriums für das dritte Quartal wurden durch enttäuschende Daten zur Verbraucherstimmung gebremst.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel mit einem minimalen Minus von 0,02 Prozent bei 17.815 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 fiel 0,1 Prozent auf 2067 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,07 Prozent auf 4758 Punkte zu. In Frankfurt war der Dax um 0,8 Prozent höher bei 9861 Stellen aus dem Handel gegangen. Die Aussicht auf weiterhin billiges Notenbankgeld lockte die Anleger. Die durchwachsenen US-Konjunkturdaten dämpften die Kauflaune allerdings auch hier.

Das Bruttoinlandsprodukt der weltgrößten Volkswirtschaft USA legte mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 3,9 Prozent zu - und nicht wie zunächst ermittelt mit 3,5 Prozent. Dagegen fiel das Konsumbarometer des Instituts Conference Board überraschend auf 88,7 Zähler von 94,1 Punkten.

Marktexperten sehen den Aufwärtstrend aber grundsätzlich intakt. "Solange die Fundamentaldaten nach oben zeigen, werden die Investoren die Preise nach oben treiben", sagte Anlagestratege Bruce McCain von Key Private Bank. Zum Ende der Woche dürften die Handelsvolumina deutlich abflauen. Am Donnerstag bleiben die US-Aktienmärkte wegen des Thanksgiving-Feiertags geschlossen. Am Freitag schließen sie früher. Viele Investoren dürften sich daher frühzeitig ins verlängerte Wochenende verabschieden.

In New York standen Tiffany im Blick der Anleger. Der Edeljuwelier spürt eine starke Nachfrage nach seinen neuen Schmuck-Kollektionen. Auf bereinigter Basis wuchsen die Umsätze im abgelaufenen Geschäftsquartal stärker als erwartet. Die Aktie legte 2,5 Prozent zu.

Apple erreicht Rekordstand

Apple-Aktien, die von einigen Börsianern als größte Gewinner des anstehenden Weihnachtsfestes erwartet werden, erreichten einen Rekordstand von 119,75 Dollar. Seit Jahresbeginn verteuerten sich die Anteile an dem Hersteller von iPhone und iMac um fast 50 Prozent. Apple war damit mehr als 700 Milliarden Dollar wert.

Zum Vergleich bringt der wertvollste deutsche Aktienwert, Bayer, nur gut 120 Milliarden Dollar auf die Waage. Zuletzt konnte Apple seinen Rekord nicht halten und verlor 0,86 Prozent auf 117,60 Dollar.

Vor dem Opec-Treffen am Donnerstag standen Energiewerte unter Druck. Sie gaben im Schnitt 1,6 Prozent nach. Exxon Mobil verloren ein Prozent, Chevron 1,2 Prozent.

Auch Analystenkommentare sorgten erneut für Bewegung: Die Papiere von Netflix bröckelten um 2,10 Prozent ab, nachdem die Analysten von Stiefel Nicolaus die Anteile an der Online-Videothek abgestuft hatten. Die Bewertung von United Technologies startete RBC Capital positiv - die Aktie endete mit plus 2,68 Prozent an der Spitze im Dow.

Der Euro erholte sich weiter von seinem Kursrutsch am Freitag. Er wurde bei 1,2480 Dollar gehandelt. An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,85 Milliarden Aktien den Besitzer. 1638 Werte legten zu, 1414 gaben nach und 154 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,71 Milliarden Aktien 1324 im Plus, 1372 im Minus und 154 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Trotzdem wird auf Teufel komm raus versucht, die Menschen, sogar die Kleinsparer, in Aktien zu treiben. Und man fragt verwundert, wieso die Deutschen lieber sparen, als Aktien kaufen. Es wäre Wahnsinn, jetzt einzusteigen, insbesondere für die vielen älteren Menschen, die nicht 20 Jahre auf Gewinne warten können. Die Negativzinsen auf geparktes Vermögen sind eine Katastrophe für die meisten Menschen. Sie haben keine Möglichkeit mehr, auf die Rente zu sparen oder sie aufzubessern.

  • Die US Börsen sind heiß gelaufen.Bis auf den Nasdaq überall neue All Time Highs,jeden Tag.
    Wir liegen aktuell,auch inflationsbereinigt,über den Kursen vom März 2000.

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