Börse New York
Wall Street verliert an Schwung

Die Freude über die Fortsetzung der US-Geldschwemme scheint verflogen. Die US-Indizes treten auf der Stelle. Unter den Einzelwerten sorgt Elektroauto-Hersteller Tesla für Aufsehen. Die Börse schließt uneinheitlich.
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New YorkDie Euphorie über anhaltende Geldspritzen der US-Notenbank (Fed) ist an der Wall Street rasch verflogen. Einen Tag nach der überraschenden Entscheidung der Fed, auf eine Drosselung der Konjunkturhilfen zu verzichten, traten die US-Börsen am Donnerstag auf die Bremse. Die Zentralbank wird weiter über Wertpapierankäufe monatlich 85 Milliarden Dollar in die heimische Wirtschaft pumpen. Wann sie diese zurückfahren wird, ließ Fed-Chef Ben Bernanke offen. Erst müsse sich das Wachstum festigen und der Arbeitsmarkt weiter erholen, argumentieren die Notenbanker.

Die Wirtschaft verbessere sich nur langsam, sagte Mark Lehmann, Präsident von JMP Securities. Die Erholung sei aber für viele robust genug, um weiter in Aktien zu investieren. "Der Aktienmarkt ist immer noch das beste Haus in einem schwierigen Viertel, die beste Anlageklasse zumindest bis zum Jahresende", ergänzte Lehmann.

Peter Cardillo von Rockwell Global Capital äußerte die Vermutung, dass die erwartete geldpolitische Wende der Fed schon bald wieder auf die Tagesordnung kommen könnte. "Vielleicht verdaut der Markt kommende Woche mehr Informationen und kommt dann zu dem Schluss, dass die Drosselung noch nicht vom Tisch ist." Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, verwies auf die IWF-Konjunkturprognose für die USA. Diese lege nahe, dass die Fed zum Jahresende mit der Reduzierung ihrer Ankäufe beginnen werde.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,3 Prozent tiefer mit rund 15.637 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,2 Prozent auf 1722 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann dagegen 0,15 Prozent auf 3789 Punkte. Am Mittwoch hatte die Fed-Entscheidung sowohl den S&P-500 als auch den Dow auf neue Rekordwerte getrieben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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