Börse New York: Wall Street weiter auf Erholungskurs

Börse New York
Wall Street weiter auf Erholungskurs

An der Wall Street wird die Deckelung der Öl-Produktion als positives Zeichen gewertet. Die Anleger greifen zu – vor allem beim Alarmanlagenbauer ADT. Auch Bankenaktien waren gefragt.

New YorkDie US-Börsen haben am Dienstag dem Ölpreisrückgangs die Stirn geboten. Die Anleger seien zwar weiter vorsichtig, suchten aber zum Teil schon wieder nach Schnäppchen, sagten Händler. Aufwärts ging es vor allem mit Aktien von Banken. Deren Papiere hatten zuletzt stark unter Druck gestanden - auch wegen Sorgen, der niedrige Ölpreis könne viele Ölfirmen in den Abgrund ziehen und damit den Geldhäusern milliardenschwere Kredit-Verluste einbrocken. Am Montag war in New York wegen eines Feiertags nicht gehandelt worden.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,4 Prozent höher auf 16.196 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 1,6 Prozent auf 1895 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 2,3 Prozent auf 4435 Stellen.

Bei den Einzelwerten legten die Anteilsscheine der US-Banken JPMorgan, Goldman Sachs und Bank of America zwischen 1,5 und 2,5 Prozent zu.

Groupon-Aktien klettern nach oben

Um 48 Prozent auf knapp 39,6 Dollar verteuerten sich die Papiere von ADT. Die Beteiligungsgesellschaft Apollo will den Alarmanlagenbauer für sieben Milliarden Dollar beziehungsweise 42 Dollar pro Aktie kaufen.

Die Aktien von Groupon kletterten rund 41 Prozent. Händler erklärten die Kursexplosion mit dem Einstieg des chinesischen Online-Händlers Alibaba bei dem Schnäppchenportal. Alibaba ließ sich die Investition 32,9 Millionen Dollar kosten. Alibaba-Scheine verteuerten sich um knapp neun Prozent.

Ein überraschender Verlust brockte Community Health den größten Kurssturz seit mehr als sieben Jahren ein. Die Aktien des US-Krankenhaus-Betreibers brachen um etwa ein Viertel ein. Der Klinik-Betreiber verbuchte vor allem aufgrund von Abschreibungen im abgelaufenen Quartal ein Minus von 0,28 Dollar je Aktie. Von Reuters befragte Analysten hatten dagegen mit einem Gewinn von 0,95 Dollar je Anteilsschein gerechnet.

In Frankfurt ging der Dax 0,8 Prozent tiefer bei 9135,11 Zählern aus dem Handel. Der EuroStoxx50 verlor 0,4 Prozent auf 2821,26 Punkte.

Nach langem Sinkflug am Ölmarkt ergriffen Russland und Saudi-Arabien am Dienstag gemeinsam die Initiative zum Stopp des für sie ruinösen Preisverfalls. Die Energieminister der beiden größten Ölförder- und Export-Länder vereinbarten zusammen mit Katar und Venezuela, die Produktion auf dem Januar-Niveau einzufrieren. Das Abkommen greift aber nur, wenn auch andere große Öl-Länder mitmachen. Insidern zufolge wird der Iran vorerst nicht mitziehen. Der Irak signalisierte hingegen Bereitschaft, sich zu beteiligen. Spekulationen auf ein sinkendes Überangebot wurden damit enttäuscht. Der Preis für Nordseeöl der Sorte Brent nahm seine Talfahrt wieder auf. Am Abend kostete ein Fass Nordseeöl (159 Liter) mit 32,42 Dollar 2,9 Prozent weniger.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,24 Milliarden Aktien den Besitzer. 2522 Werte legten zu, 578 gaben nach und 78 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,1 Milliarden Aktien 2208 im Plus, 606 im Minus und 173 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 9/32 auf 98-20/32. Die Rendite stieg auf 1,776 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 25/32 auf 97-4/32 und rentierte mit 2,640 Prozent. Händler erklärten die Abschläge mit dem Marktangebot von konkurrierenden Unternehmensbonds.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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