Börse New York: Wall Street wirbelt nur Staub auf

Börse New York
Wall Street wirbelt nur Staub auf

Nach dem Rekordhoch vom Freitag tritt der Dow Jones am Montag auf der Stelle. Auch der S&P lahmte. In der anlaufenden Berichtsaison präsentiert Blackrock Rekord-Zuflüsse – und fällt dennoch.
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New York An der Wall Street haben sich die Anleger am Montag zurückgehalten. Vor der Veröffentlichung wichtiger Quartalszahlen in dieser Woche wollten die Investoren keine eindeutige Position einnehmen. Der US-Markt sei derzeit nicht billig, sagte Analyst Phil Guarco von JP Morgan Private Bank. Deshalb wollten Investoren prüfen, ob die hohen Bewertungen auch gerechtfertigt seien. Den Bilanzen komme dabei eine wichtige Rolle zu.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss unverändert bei 21.629 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 trat bei 2459 Zählern auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stagnierte bei 6314 Punkten.

Bei den Einzelwerten verloren die Papiere des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock mehr als drei Prozent. Der Quartalsgewinn blieb hinter den Erwartungen des Marktes zurück.

Die weltweite Cyberattacke im Juni hat anhaltende Auswirkungen auf das Geschäft des US-Kurierdienstes Fedex. Anlegern gefiel das gar nicht, die Aktien sackten um 1,6 Prozent ab. Durch den Cyberangriff sei es bei der niederländischen Tochter TNT Express zu Lieferverzögerungen gekommen, die noch immer anhielten, teilte Fedex mit. Dies würde das Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr 2017/18 "maßgeblich" belasten. Fedex konnte nicht sagen, wann die Störungen im Betrieb von TNT Express behoben seien.

Es rumpelt zudem weiter im US-Gesundheitswesen. Die Abstimmung über dessen Umbau wurde im Senat weiter verschoben. Die Beratungen werden so lange verzögert, bis sich Senator John McCain aus dem Staat Arizona von einer Operation erholt hat. Die Republikaner haben Probleme, im Senat genug Stimmen für die Reform zusammenzubekommen.

Diese Woche legen noch Bank of America, Morgan Stanley, Goldman Sachs, Microsoft, IBM sowie Johnson & Johnson Zahlen vor.

Die Anteile von Procter & Gamble gehörten im Dow mit plus 0,52 Prozent hingegen zu den Favoriten. Der aktivistische Aktionär Nelson Peltz strebt mehr Einfluss beim US-Konsumgüterriesen an. Sein Investmentvehikel Trian Fund Management nominierte den Hedgefondsmanager zur kommenden Hauptversammlung für einen Sitz im Verwaltungsrat.

Die Papiere des Minenbetreibers Freeport-McMoRan stiegen an der Nyse um 3,17 Prozent und profitierten damit von weiter deutlich steigenden Kupferpreisen.

In Europa legten Anleger den Rückwärtsgang ein. Sie warteten mit Spannung auf die EZB-Sitzung am Donnerstag. Selbst gute Wirtschaftsdaten aus China stützten die Börsen zum Wochenauftakt nur vorübergehend. Der Dax verlor 0,4 Prozent auf 12.587 Punkte, der EuroStoxx50 fiel um 0,3 Prozent auf 3516 Zähler.

Dabei war die chinesische Wirtschaft im zweiten Quartal dank kauffreudiger Verbraucher und investierender Firmen überraschend kräftig gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt legte von April bis Juni um 6,9 Prozent zum Vorjahreszeitraum zu und hielt damit das zu Jahresbeginn erreichte Tempo. "Das sind ermutigende Zeichen für das globale Wachstum, schließlich ist China die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt", sagte Ökonom Craig James vom Wertpapierhändler Commonwealth Securities.

Der Kurs des Euro wurde zur Schlussglocke an der Wall Street zu 1,1480 Dollar gehandelt. Ihr Tageshoch hatte die Gemeinschaftswährung wenige Stunden zuvor bei 1,1487 Dollar erreicht. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1462 (Freitag: 1,1415) Dollar festgesetzt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 690 Millionen Aktien den Besitzer. 1626 Werte legten zu, 1270 gaben nach und 181 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,54 Milliarden Aktien 1488 im Plus, 1367 im Minus und 236 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 3/32 auf 100-19/32. Die Rendite sank auf 2,3069 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 10/32 auf 102-3/32 und rentierte mit 2,8946 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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