Börse New York
Wall Street zieht ins Plus

Russlands Präsident Putin sorgte am Dienstag für gute Stimmung an den Aktienmärkten. Börsianer zeigten sich erleichtert darüber, dass sich Russland neben der Krim wohl keine weiteren Teile der Ukraine einverleiben will.
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New YorkNach den Aktienmärkten in Europa hat am Dienstag auch die Wall Street mit Erleichterung auf Äußerungen von Russlands Präsident Wladimir Putin zur Krim-Krise reagiert.

Die wichtigsten Indizes legten den zweiten Tag in Folge zu und der S&P 500 war nur noch etwa ein Prozent von einem Allzeithoch entfernt.

Die Gewinne waren zwar breit verteilt, aber zu den größten Profiteuren des Tages gehörten konjunkturabhängige Titel. Die Anleger blickten bereits mit Spannung auf die am Mittwoch endende zweitägige Sitzung der US-Notenbank Fed.

Die extrem lockere Geldpolitik hat zuletzt den Markt unterstützt. Marktteilnehmer achten daher stark auf Hinweise auf Kursänderungen der Notenbank.

Putin erklärte vor dem russischen Parlament, er könne nach der Abspaltung der Halbinsel Krim auf eine weitere Teilung der Ukraine verzichten. "Den Markt beruhigt, dass das nicht zu einer unschönen Konfrontation wird, deren Ausgang völlig offen wäre", sagte Investmentstratege Mark Luschini von Janney Montgomery Scott.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 16.336 Punkte, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 16.245 und 16.369 Stellen geschwankt hatte. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,7 Prozent auf 1872 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verabschiedete sich 1,3 Prozent fester auf einem Stand von 4333 Stellen. Der Dax ging in Frankfurt 0,7 Prozent höher bei 9242 Zählern aus dem Handel.

Zu den größten Gewinnern an der Wall Street zählten die Aktien von Microsoft mit einem Plus von vier Prozent. Der Software-Konzern könnte einem Insider zufolge bald eine Version seiner Office-Software für Apples iPad vorstellen.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Kreisen erfuhr, könnte der neue Konzernchef Satya Nadella am 27. März den von Analysten lang geforderten Schritt vollziehen. Erstmals seit dem Jahr 2000 kosteten Microsoft-Aktien damit wieder fast 40 Dollar.

Hertz will sich ganz auf die Autovermietung konzentrieren und stößt deshalb für 2,5 Milliarden Dollar die Sparte Geräteverleih ab. Die Aufspaltung soll den Schuldenberg des US-Branchenzweiten reduzieren und außerdem einen Aktienrückkauf im Volumen von einer Milliarde Dollar finanzieren. Die Anleger zeigten sich jedoch von der Bekanntgabe wenig angetan: Die Aktien büßten 0,5 Prozent ein.

Zu den Verlierern gehörten die Titel von Gamestop mit einem Minus von mehr als drei Prozent. Der weltweit größte Einzelhandelskonzern Wal-Mart steigt in das Geschäft mit gebrauchten Videospielen ein und könnte deshalb die Geschäftsgrundlage von Gamestop gefährden.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,59 Milliarden Aktien den Besitzer. 2346 Werte legten zu, 700 gaben nach und 99 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,95 Milliarden Aktien 1986 im Plus, 620 im Minus und 134 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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