Börse New York
Wall Street zum Wochenausklang im Aufwind

Erfreuliche Neuigkeiten vom US-Arbeitsmarkt haben für gute Stimmung an der Wall Street gesorgt. Auch von der Rückkehr des Versicherungsgiganten AIG in die Gewinnzone gingen zum Wochenausklang positive Signale aus. Die Papiere des Unternehmens schossen um gut 20 Prozent in die Höhe. Titel aus der Bau- und der Einzelhandelsbranche waren ebenfalls gefragt.

HB NEW YORK. Positive Arbeitsmarktzahlen haben die US-Börsen zum Wochenausklang beflügelt. Im Juli fielen in Amerika weniger Stellen weg als von Experten erwartet, was bei Analysten neue Hoffnung auf eine rasche Wirtschaftserholung auslöste. Gefragt waren am Freitag auch Titel aus der Bau- und der Einzelhandelsbranche. Die Rückkehr des Versicherungsgiganten AIG in die Gewinnzone sorgte zusätzlich für gute Stimmung an der Wall Street. Enttäuscht reagierten Anleger dagegen auf die Verluste beim Anleiheversicherer Ambac.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 9437 und einem Tief von 9 258 Punkten. Er verließ den Handel 1,2 Prozent im Plus bei 9 370 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 1,3 Prozent auf 1010 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 1,4 Prozent auf 2 000 Stellen zu. Auf Wochensicht ergibt sich beim Dow-Jones ein Gewinn von 2,2, beim S&P von 2,3 und bei der Nasdaq von 1,1 Prozent.

In den USA fielen im Juli nur noch 247 000 Jobs weg, so wenig wie seit August 2008 nicht mehr. Die Arbeitslosenquote sank auf 9,4 Prozent. Das sei nach anderen positiven Konjunkturdaten ein weiterer Beleg, dass die Talsohle durchschritten sei, sagte Analyst Burt White. Die Entwicklung am Arbeitsmarkt ist mitentscheidend für die Konsumausgaben, die rund zwei Drittel der Wirtschafsleistung der USA ausmachen.

Der kriselnde Versicherungsriese AIG verzeichnete nach fast zwei Jahren wieder Gewinne und übertraf mit einem Überschuss von 1,8 Mrd. Dollar im zurückliegenden Quartal die Erwartungen der Analysten. Die Papiere des vom Staat gestützten Unternehmens schossen gut 20 Prozent in die Höhe.

Auch das Kreditkartenunternehmen American Express stand erneut in der Gunst der Anleger, nachdem es von einer nachlassenden Sorge um Kreditausfälle berichtet hatte. American-Express-Aktien legten 4,4 Prozent zu. Bei den Finanztiteln stach zudem JPMorgan Chase mit einem Kursplus von fast vier Prozent hervor.

Die Aktie von Ambac brach dagegen um fast ein Viertel ein, da die Kreditkrise den Anleiheversicherer weiter fest im Griff hält. Die Papiere des Hypothekenfinanzierers Fannie Mae stürzten 16,5 Prozent in die Tiefe. Der Konzern musste den Staat nach einem Quartalsverlust von knapp 15 Mrd. Dollar zum dritten Mal um eine Finanzspritze bitten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,5 Mrd. Aktien den Besitzer. 2354 Werte legten zu, 685 gaben nach und 83 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,3 Mrd. Aktien 1913 Titel im Plus, 755 im Minus und 127 unverändert. Hoffnung auf eine Erholung der Wirtschaft nach den Arbeitsmarktzahlen setzte die US-Staatsanleihen unter Druck: Die zehnjährigen Staatsanleihen gaben im späten Handel auf 94-02/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 3,86 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren auf 94-05/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,61 Prozent.

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