Börse New York
Walt Disney sorgt für schlechte Laune

Der Unterhaltungsgigant Walt Disney legt enttäuschende Quartalszahlen vor und verbreitet bei den US-Anlegern schlechte Stimmung. Die geplatzte Staples-Fusion sorgt für einen Paukenschlag.

Enttäuschende Quartalsberichte von Walt Disney und Einzelhändlern haben der Wall Street am Mittwoch einen Dämpfer versetzt. Kursverluste gab es insbesondere bei Konsumtiteln, die im Schnitt knapp zwei Prozent nachgaben. Vonseiten der Verbraucher gebe es derzeit keine guten Nachrichten, sagte Analystin Kim Forrest vom Anlageberater Fort Pitt Capital Group. Sie seien nicht allzu optimistisch, was die Konjunkturaussichten angehe.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit einem Minus von 1,2 Prozent auf 17.711 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 gab ein Prozent auf 2064 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank ebenfalls um ein Prozent auf 4760 Zähler. In Frankfurt schloss der Dax 0,7 Prozent schwächer auf 9975 Punkten.

Aktien von Macy's verloren 15 Prozent. Die Umsätze des Einzelhändlers gingen das fünfte Quartal in Folge zurück und lagen zudem unter den Schätzungen von Analysten. Wie Macy's senkte auch der Uhren-Hersteller Fossil seine Prognose. Der Fossil-Kurs stürzte fast 30 Prozent ab.

Auf die Stimmung an der Wall Street drückte auch, dass Disney die Markterwartungen verfehlte. Das kommt nur selten vor. Die Disney -Aktie brach um vier Prozent ein. Der Unterhaltungsgigant hat Probleme mit seinem Sportsender ESPN, bei dem Werbeeinnahmen und Abonnentenzahl sanken.

Für einen Paukenschlag sorgte das Scheitern der milliardenschweren Fusion der beiden Büroartikelhersteller Staples und Office Depot. Grund war der Widerstand der Wettbewerbsbehörden. Der Börsenwert von Staples sackte um 18 Prozent ab, der von Office Depot um mehr als 40 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 947 Millionen Aktien den Besitzer. 1092 Werte legten zu, 1895 gaben nach und 126 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,8 Milliarden Aktien 821 Titel im Plus, 1994 im Minus und 143 unverändert.

Eine rege Nachfrage nach zehnjährigen Staatsanleihen bei einer 23 Milliarden Dollar schweren Auktion stütze die US-Kreditmärkte. Die zehnjährigen Bonds stiegen um 7/32 auf 99-01/32. Sie rentierten mit 1,74 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 24/32 auf 98-13/32 und hatten eine Rendite von 2,58 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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