Börse New York
Warten auf Konjunkturdaten schwächt Dow

Nach einem verhaltenen Auftakt wagen sich die US-Anleger am Dienstag mehr und mehr aus der Deckung. Alle großen Indizes können zulegen. Bei den Einzelwerten machten die Aktien von Zynga einen Satz nach oben.
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New YorkDie US-Aktienmärkte haben am Dienstag nach anfänglichen Gewinnen etwas schwächer geschlossen. Investoren hielten sich zurück, weil sie auf Konjunkturdaten in den kommenden Tagen warteten. "Bis dahin wird es wohl ruhig bleiben", sagte Brian Battle vom Handelshaus Performance Trust Capital Partners in Chicago. Im Fokus stehen die US-Jobdaten am Mittwoch und Freitag. Von diesen Zahlen erhofften sich Anleger Hinweise darauf, ab wann und wie stark die US-Notenbank ihre Wertpapier-Käufe drosselt. Bislang pumpt die Fed monatlich 85 Milliarden Dollar in die Finanzmärkte. Sofern sich die US-Konjunktur weiter erholt, will sie den Geldhahn ab Ende 2013 langsam zudrehen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent schwächer bei 14.932 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 14.870 und 15.049 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 verlor rund 0,1 Prozent auf 1614 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq tendierte kaum verändert und ging mit 3433 Punkten aus dem Handel.

Bei den Einzelwerten kletterten die Aktien von Zynga um 6,5 Prozent. Ein erfahrener Microsoft -Manager soll den angeschlagenen Spiele-Anbieter retten. Don Mattrick, der zuletzt Microsofts Unterhaltungssparte leitete und für die Spielekonsole Xbox zuständig war, rückt an Zyngas Firmenspitze.

Auf den Einkaufslisten der Börsianer standen auch die Anteilsscheine von Onyx. In der US-Pharmabranche ist ein Übernahmekampf um den kleinen, aber attraktiven Biotech-Konzern entbrannt. Unter den Interessenten sollen Insidern zufolge unter anderen Pfizer und Novartis sein. Onyx hatte am Sonntag eine knapp zehn Milliarden Dollar schwere Offerte des weltweit führenden Biotech-Konzerns Amgen abgelehnt. Onyx-Papiere verteuerten sich um 3,2 Prozent.

Die kräftige Nachfrage nach Pick-up-Trucks und Geländewagen verhalf den Autobauern in den USA im Juni zu starkem Wachstum. Vor allem die Erholung des US-Immobilienmarktes lässt viele Amerikaner zuversichtlicher in die Zukunft schauen. Davon profitierten insbesondere die großen US-Autobauer General Motors, Ford und Chrysler, die den stärksten Juni seit Beginn der Finanzkrise feierten. GM-Aktien legten 0,3 Prozent zu, Ford-Papiere um 2,8 Prozent.

Abgestraft wurden dagegen die Aktien des Getränkekonzerns Constellation Brands. Die Papiere des Corona-Brauers sanken nach enttäuschenden Quartalszahlen um 3,8 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,72 Milliarden Aktien den Besitzer. 1175 Werte legten zu, 1839 gaben nach und 77 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,69 Milliarden Aktien 1225 im Plus, 1282 im Minus und 91 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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