Börse New York
Weltweite Krisenherde halten Börse in Schach

Die US-Börsen schließen sich der Performance an den europäischen und asiatischen Börsen an. Sie verteidigen im frühen Handel lediglich ihre Gewinne der Vorwoche. Abwärts geht es für die Papiere der Nyse und der Nasdaq.
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New YorkDie weltweiten Krisenherde haben zu Beginn der neuen Handelswoche die Wall Street beherrscht. Angesichts der anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten griffen Anleger kaum zu Aktien. Das Handelsvolumen war am Montag so niedrig wie noch nie im laufenden Jahr. „Wir haben gerade viele Widerstandslinien, und im Moment gibt es keinen Grund, den Widerstand zu durchbrechen“, sagte Analyst Frank Lesh von FuturePath Trading. Am Markt ging die Sorge um, dass der derzeitige Aufwärtstrend ins Stocken gerät. Experten gehen deswegen davon aus, dass es an den US-Börsen bis zum Beginn der Berichtssaison in der kommenden Woche wenig Aufwärtspotenzial gibt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss in New York mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 12.400 Punkte. Im Handelsverlauf pendelte der Leitindex zwischen 12.369 und 12.407 Stellen.

Der breiter gefasste S&P-500 stagnierte bei 1332 Zählern.

Der Index der Technologiebörse Nasdaq bewegte sich ebenfalls kaum und ging bei 2789 Punkten aus dem Handel.

Der Dax in Frankfurt ging mit einem leichten Minus von knapp 0,1 Prozent auf 7175 Stellen aus der Sitzung.

Bei den Einzelwerten standen die Börsenbetreiber selbst im Mittelpunkt. Die Pläne für eine amerikanische Superbörse stießen auf Skepsis. Die von der Nasdaq und der Rohstoffbörse ICE vorgelegte Gegenofferte für die Nyse Euronext sei nicht so attraktiv wie es zunächst erscheine, hieß es am Wochenende im Umfeld des umworbenen Platzhirschen. Zudem hält sich die Deutsche Börse Kreisen zufolge in der Frage einer Erhöhung ihres Angebots für die Nyse Euronext erst einmal zurück.

Die Aktien der Nasdaq gaben 2,8 Prozent nach und die der Nyse Euronext 1,6 Prozent. Die Anteilsscheine der ICE büßten 0,7 Prozent ein.

Die Papiere des US-Pharmariesen Pfizer lagen 0,8 Prozent höher. Pfizer trennt sich vom weltgrößten Arzneikapsel-Hersteller Capsugel und verkauft diesen für 2,4 Milliarden Dollar an die Beteiligungsfirma KKR. Die Papiere des Finanzinvestoren legten 1,4 Prozent zu.

Auf den Verkaufszetteln der Börsianer standen die Papiere der Fluggesellschaft Southwest Airlines. Nachdem eine Boeing 737 der Gesellschaft am Freitag mit einem Loch im Rumpf notlanden musste, strich der Billigflieger am Montag erneut 70 Flüge. Die Papiere fielen um 1,7 Prozent. Boeing-Aktien gaben 0,1 Prozent nach.

Auch die Papiere des Rüstungskonzerns General Dynamics gehörten mit Abschlägen von 5,2 Prozent zu den Verlierern. Am Samstag war ein Privat-Jet des Unternehmens abgestürzt. Dabei kamen zwei Piloten und zwei Ingenieure ums Leben.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 770 Millionen Aktien den Besitzer.

1602 Werte legten zu, 1344 gaben nach und 136 blieben unverändert.

An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,7 Milliarden Aktien 1387 Werte im Plus, 1230 im Minus und 118 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 05/32 auf 101-22/32. Sie rentierten mit 3,429 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 03/32 auf 104-14/32 und hatten eine Rendite von 4,482 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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