Börse New York: Wenig Bewegung an der Wall Street

Börse New York
Wenig Bewegung an der Wall Street

Positive Häuserzahlen sind von vielen Anlegern in Amerika als gutes Zeichen gewertet worden. Die Konjunkturhoffnungen stiegen und auch die Aktienkurse an der Wall Street legten zu - gaben gegen Ende aber wieder nach.
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New YorkDie US-Börsen sind am Montag auf der Stelle getreten. Gewinnmitnahmen und ermutigende Konjunktursignale hielten sich die Waage. Positive Nachrichten vom kriselnden US-Häusermarkt verliehen den Kursen im Handelsverlauf leichten Auftrieb. Die Daten nährten die Hoffnung auf eine anziehende Erholung der US-Wirtschaft, sagten Händler.

Auch ein wieder etwas nachgebender Ölpreis stützte den Markt. Gegen Ende gaben die führenden Indizes ihre Gewinne aber fast vollständige wieder ab. Analysten mahnten, dass nach der Rally der vergangenen Wochen allmählich eine Kurskorrektur anstehen dürfte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss nahezu unverändert bei 12.981 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 12.882 und 13.027 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 legte um 0,1 Prozent auf 1367 Zähler zu - dem höchsten Stand seit Mitte 2008. Auch der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,1 Prozent auf 2966 Punkte. In Frankfurt schloss der Dax belastet von der unsicheren Entwicklung in der Schuldenkrise 0,2 Prozent schwächer bei 6849 Punkten.

„Es hat sich zuletzt einiges positives in der US-Wirtschaft entfaltet, aber viel davon ist bereits in den Kursgewinnen seit dem Herbst eingepreist worden“, sagte Analystin Natalie Trunow von Calvert Investment Management. „Wenn die Berichtssaison vorüber ist, werden wir möglicherweise einen leichten Kursrückgang erleben.“

Die Zahl der Verkäufe bestehender Eigenheime stieg im Januar auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren. Anleger werteten dies als weiteres Zeichen für eine anziehende Erholung der US-Wirtschaft, vor allem am kriselnden Immobilien- und Arbeitsmarkt.

Zuversichtlich stimmte die Anleger auch, dass der Ölpreis nach seinem jüngsten Anstieg wieder etwas fiel. Hintergrund waren Erklärungen der Öl produzierenden Länder, Lieferengpässe im Zuge der Iran-Sanktionen über eine höhere Fördermenge abzufedern. Die Nordseesorte Brent und die US-Ölsorte WTI kosteten jeweils mehr als ein Prozent weniger. Experten befürchten seit längerem, dass die von dem Atomstreit zwischen dem Westen und dem Iran ausgelösten Preissteigerungen die Weltwirtschaft abwürgen könnte.

Zu den Gewinnern zählte die Aktie der weltweit zweitgrößten Baumarktkette Lowe's. Dank des milden Winters starteten die Amerikaner früher mit ihren Frühjahrsrenovierungen als üblich. Der Umsatz lag daher im vierten Quartal 2011 über den Erwartungen der Analysten. Die Aktie des Home Depot -Rivalen legte 0,7 Prozent zu.

Rasant bergab ging es für die Papiere der Biotech-Firma Dendreon. Sie verloren mehr als 20 Prozent, nachdem das Unternehmen einräumte, dass sich die Nachfrage nach seinem hochpreisigen Mittel zur Behandlung von Prostata-Krebs, Provenge, zu Jahresbeginn in Grenzen hielt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 730 Millionen Aktien den Besitzer. 1482 Werte legten zu, 1480 gaben nach und 127 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,75 Milliarden Aktien 1132 im Plus, 1354 im Minus und 136 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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