Börse New York
Wirtschaftsdaten nähren Optimismus an der Wall Street

Gute Daten vom US-Arbeitsmarkt und Verbrauchervertrauen sorgen für gute Stimmung und schieben die US-Indizes ins Plus. Die Handelsumsätze sind nach "Sandy" allerdings weiter mäßig.
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New YorkHoffnungen auf eine spürbare Arbeitsmarkt-Erholung haben der Wall Street am Donnerstag Auftrieb gegeben. Auslöser waren neue Job-Daten, die für Optimismus sorgten. "Es gibt einen generellen Trend, dass sich die Dinge zum Besseren entwickeln", sagte Investmentstratege Bruce McCain von Key Private Bank. "Das sollte den Aktien und der Wirtschaft insgesamt helfen." Dazu passt der Optimismus der US-Verbraucher, deren Stimmung laut Forschungsinstitut Conference Board auf das höchste Niveau seit vier Jahren stieg.

Am Freitag legt die Regierung ihren monatlichen Arbeitsmarktbericht vor, der diesmal wegen der US-Präsidentenwahl am Dienstag mit besonderer Spannung erwartet wird. Ermutigende Vorzeichen lieferten die einen Tag davor veröffentlichten Zahlen. Nach Erhebungen der privaten Arbeitsvermittlung ADP schuf die US-Wirtschaft im Oktober so viele Stellen wie seit acht Monaten nicht mehr. Außerdem stellten in der vergangenen Woche weniger Amerikaner einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe als erwartet. Positiv wurde am Markt ferner aufgenommen, dass die chinesische Industrie im abgelaufenen Monat wieder an Schwung gewinnt.

Die US-Börsen standen noch deutlich unter dem Eindruck des Wirbelsturms "Sandy", der zu Wochenbeginn eine zweitägige Handelspause notwendig machte. Wie am Mittwoch blieben die Umsätze nur durchschnittlich, da viele Marktteilnehmer wegen des weiterhin stark beeinträchtigten öffentlichen Nahverkehrs nicht in die Büros kommen konnten. Der nach der Zwangsunterbrechung erwartete Handelsschub blieb damit aus. Börsianer gehen davon aus, dass die Wall Street erst zu Beginn der nächsten Woche wieder richtig in Schwung kommt. "Sandy" dürfte Volkswirten zufolge das Wirtschaftswachstum der USA zwar zunächst merklich drosseln. Aber viele Investoren setzen bereits darauf, dass der Wiederaufbau dann neue Kräfte freisetzt. Erhebliche Investitionen seien zu erwarten und dies könne vielleicht die Arbeitslosigkeit verringern, sagte der Investmentmanager Rick Meckler von LibertyView Capital Management.

Der Dow-Jones-Index ging ein Prozent höher aus dem Handel mit knapp 13.233 Punkten. Das Marktbarometer bewegte sich zwischen 13.099 und 13.274 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 1,1 Prozent auf fast 1428 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,4 Prozent auf 3020 Punkte. In Frankfurt hatte der Dax ein Prozent höher geschlossen.

Auf den Einkaufslisten der Anleger standen die Anteilsscheine von JDA Software mit einem Kursaufschlag von mehr als 17 Prozent. Der Softwarehersteller wird von dem in Privatbesitz befindlichen Rivalen RedPrairie für 1,9 Milliarden Dollar in bar übernommen.

 

Federn ließen dagegen Pfizer, die 1,3 Prozent abrutschten. Das Unternehmen setzte im abgelaufenen Quartal deutlich weniger um als von Experten erwartet. Ein niedrigeres Produktionsvolumen und ein gesunkener Ölpreis schlugen sich in der Bilanz des Energieriesen Exxon Mobil nieder. Im abgelaufenen Vierteljahr verdiente das weltgrößte börsennotierte Unternehmen sieben Prozent weniger als vor Jahresfrist. Nach anfänglichen Kursverlusten drehte die Exxon-Aktie allerdings ins Plus und notierte 0,5 Prozent höher.

An der New Yorker Börse wechselten rund 790 Millionen Aktien den Besitzer. 2299 Werte legten zu, 697 gaben nach und 99 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,86 Milliarden Aktien 1612 im Plus, 852 im Minus und 91 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • 'Die Wall Street hat am Donnerstag beflügelt von guten Job-Daten freundlich eröffnet. Die Börsianer beschäftigten sich allerdings immer noch mit den Auswirkungen des Monstersturms "Sandy".'
    Er äffelt nun hin und her in der Katastrophen-Gegend, und spielt den Silberrücken.. Er freut sich besonders über diese Naturkatastrophe, weil er dadurch den Vater Präsident spielen kann, er macht es auch, dieser kriegstreibende Fiedensnobelpreisträger.. Die Katastrophe bringt dem Silberrücken gute Stimmen.. Die Arbeitslosenzahlen werden kurz vor den Wahlen getürkt.. Und Geld wird weiter gedruckt und gedruckt.. Dieser Osbama druckt schon seit 4 Jahren so viel wie noch nie, und nun ist Silberrücken sehr glücklich, daß er wegen dieser Katastrophe noch mehr drucken kann..

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