Börse New York
Zahlenflut schiebt die Wall Street nur kurz an

Unternehmens- und Konjunkturzahlen haben die US-Börsen nur kurz angetrieben. Glänzen konnten JP Morgan und Wells Fargo. Johnson & Johnson hingegen bekommen die Dollar-Stärke immer mehr zu spüren.
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New YorkEine Reihe von wichtigen Quartalsberichten haben am Dienstag an der Wall Street gemischte Reaktionen ausgelöst. Schwergewichte wie JPMorgan Chase und Johnson & Johnson (J&J) präsentierten Ergebnisse, die über den Erwartungen lagen. Die Bilanzen machten teils aber auch Gefahren für die weitere Gewinnentwicklung erkennbar, insbesondere den starken Dollar.

Manche Unternehmen signalisierten, dass dieser Effekt stärker sein könnte als befürchtet, sagte Anlagestratege Terry Morris von National Penn Investors Trust Company. Dass Gewinnerwartungen mitunter übertroffen wurden, liege vor allem an Sparerfolgen und nicht an einer anziehenden Nachfrage. „Bislang ist die Bilanzsaison für den Markt zum Gähnen“, resümierte Morris.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent höher bei 18.036 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg 0,2 Prozent auf 2096 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor dagegen 0,2 Prozent auf 4977 Stellen.

JPMorgan legten 1,6 Prozent zu. Der Handel mit Anleihen und Aktien verhalf der größten US-Bank zu einem Gewinnsprung im Quartal. Auch Rivale Wells Fargo & Co legte Zahlen vor, die die Expertenschätzungen übertrafen. Der Kurs des Geldhauses sank dennoch um 0,7 Prozent.

Die Aktien von J&J tendierten kaum verändert. Der Pharma- und Konsumgüterkonzern bekommt die Dollar-Stärke voll zu spüren, da er die Hälfte seiner Erlöse im Ausland macht. Umsatz und Gewinn gingen im abgelaufenen Vierteljahr zwar zurück, lagen aber etwas über den Analystenprognosen.

Thema am Markt waren auch die Fusionsgespräche zwischen Nokia und der französischen Alcatel-Lucent. Durch einen Zusammenschluss soll ein neuer Primus in der hart umkämpften Netzwerkbranche entstehen. Während Nokia -Aktien in New York um vier Prozent nachgaben, zogen Alcatel dort 13,3 Prozent an.

Avon gewann 14,2 Prozent. Das „Wall Street Journal“ berichtete, die Kosmetikfirma prüfe strategische Alternativen, darunter einen Verkauf ihres angeschlagenen Nordamerika-Geschäfts.

PartnerRE stiegen um 8,5 Prozent. Zuvor hatte Fiat-Großaktionär Exor eine rund sechs Milliarden Dollar schwere Barofferte für den Rückversicherer vorgelegt.

In Frankfurt machten die Anleger Kasse. Der Dax ging 0,9 Prozent schwächer mit knapp 12.228 Punkten aus dem Handel.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 690 Millionen Aktien den Besitzer. 1908 Werte legten zu, 1121 gaben nach und 148 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,56 Milliarden Aktien 1288 im Plus, 1427 im Minus und 157 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Papiere gewannen 12/32 auf 100-30/32. Die Rendite sank auf 1,897 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 27/32 auf 99-5/32 und rentierte mit 2,540 Prozent. Händler erklärten die Aufschläge mit der Erwartung der Investoren, dass die Fed die Leitzinsen nicht bereits im Juni anheben wird.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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