Börse New York Zinsängste verpuffen an Wall Street

Nach schlechtem Start haben sich die US-Aktienmärkte wieder gefangen. „Das ist jetzt die Stunde der Schnäppchenjäger,“ sagt ein Händler.
Update: 14.02.2018 - 23:35 Uhr Kommentieren
Das deutlich niedrigere Kursniveau habe wieder Käufer angelockt, sagt ein Händler. Quelle: UPI/laif
Händler an der Wall Street

Das deutlich niedrigere Kursniveau habe wieder Käufer angelockt, sagt ein Händler.

(Foto: UPI/laif)

New YorkNach dem ersten Schrecken über einen unerwartet starken Preisanstieg in den USA haben sich die New Yorker Aktienmärkte am Mittwoch gefangen. Die Zunahme der an den Finanzmärkten viel beachteten Teuerungsrate schürte zunächst zwar Spekulationen auf schnell steigende Zinsen. Doch herrschte sowohl in den USA als auch in Europa Erleichterung darüber, dass die Preise nicht noch stärker stiegen.

„Die Zahlen sind als schlecht für die Börse zu interpretieren, das lässt sich nicht wegdiskutieren“, fasste Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets zusammen. Dass die Wall Street trotzdem ins Plus gedreht habe, sei ein starkes Signal einer Bodenbildung.

Der Dow-Jones-Index schloss ein Prozent höher auf 24.893 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich um 1,3 Prozent auf 2698 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 1,9 Prozent auf 7143 Punkte. In Frankfurt ging der Dax 1,2 Prozent höher auf 12.339 Punkten aus dem Handel, der EuroStoxx50 legte 0,9 Prozent auf 3369 Punkte zu.

Börsianer griffen bei Amazon, Apple und Facebook zu. Die Aktien der drei Unternehmen, die zwischen 1,8 Prozent und 3,7 Prozent zulegten, hatten sich beim jüngsten Ausverkauf besser gehalten als andere Papiere. Falls es erneut zu einer Panik am Markt komme, dürften diese Anteilsscheine einer Talfahrt trotzen, sagte ein Börsianer. Das deutlich niedrigere Kursniveau habe zudem wieder Käufer angelockt, sagte ein anderer Händler. „Das ist jetzt die Stunde der Schnäppchenjäger.“

Bei Fossil gab es ein Kursplus von 88 Prozent. Viele Anleger hatten bei dem Uhrenhersteller auf schlechtere Zahlen gewettet und mussten sich eindecken.

In der Hoffnung auf frischen Wind bei Chipotle stiegen Anleger bei der Restaurantkette ein. Die Aktien des Anbieters mexikanischer Gerichte kletterten mehr als 15 Prozent. Auslöser der Rally ist die Verpflichtung von Brian Niccol, des bisherigen Chefs des Konkurrenten Taco Bell.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 930 Millionen Aktien den Besitzer. 2052 Werte legten zu, 901 gaben nach, und 107 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,18 Milliarden Aktien 2207 im Plus, 751 im Minus und 177 unverändert.

„Die Investoren sind auf jeden Fall beunruhigt“

„Die Investoren sind auf jeden Fall beunruhigt“

Die US-Kreditmärkte ließen nach den Inflationsdaten Federn. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 19/32 auf 98-19/32. Die Rendite stieg auf 2,91 Prozent. Der 30-jährige Bond sank um 26/32 auf 96-22/32 und rentierte mit 3,17 Prozent.

  • rtr
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