Börse New York
Zinsdebatte stellt Berichtssaison in den Schatten

Am Donnerstag sind die US-Börsen nicht recht vom Fleck gekommen. Die Anleger warten auf Signale für eine Zinsanhebung. Eine Debatte in der Pharmabranche wirkt sich auf Aktienkurse über die Wall Street hinaus aus.

New YorkDas Warten auf neue Zinssignale von US-Notenbankchefin Janet Yellen hat auch am Donnerstag den Handel an der Wall Street gedämpft. Die Anleger wagten sich nicht weit aus der Deckung vor Yellens Rede am Freitag im Rahmen des jährlichen Treffens internationaler Notenbanker im amerikanischen Jackson Hole.

Weitere Äußerungen von führenden Vertretern der Zentralbank (Fed) verstärkten Erwartungen, dass die Fed die Zinsen erhöhen wird. Dies half insbesondere den Aktien im Finanzsektor, der von höheren Zinsen profitieren würde.

Nach Daten der Notenbank-Beobachter von CME Group taxieren Händler die Wahrscheinlichkeit einer Anhebung bereits im September mittlerweile auf 24 Prozent nach zuletzt 18 Prozent. Die Chancen auf einen solchen Schritt im Dezember werden sogar auf rund 55 Prozent geschätzt.

Ungewissheit an den Finanzmärkten

Insgesamt allerdings herrscht weiter Ungewissheit an den Finanzmärkten. Adam Sarhan, Chef des Finanzhauses Sarhan Capital, sprach von einer "gesunden Skepsis" der Anleger, da die Fed sich bislang als unentschlossen präsentiert habe. "Sie haben in diesem Jahr zwar mit der Idee einer Zinserhöhung geliebäugelt", sagte Sarhan. "Aber wenn es darauf ankam, schreckten sie dann doch davor zurück."

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent tiefer bei 18.448 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,1 Prozent auf 2172 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank ebenfalls 0,1 Prozent auf 5212 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 0,9 Prozent schwächer mit knapp 10.530 Punkten.

Neue Konjunkturdaten zeigten an der Wall Street kaum Wirkung. Die Neuaufträge für langlebige Güter hatten in den USA im Juli stärker zugelegt als erwartet. Das Volumen war zum Vormonat um 4,4 Prozent gestiegen, während Bankvolkswirte mit einem Zuwachs von 3,4 Prozent gerechnet hatten. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war in der vergangenen Woche um 1000 auf 261.000 gesunken. Experten hatten 265 000 Anträge erwartet.

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