Börse New York
Zinsgerüchte und Ölpreise lasten auf der Wall Street

Spekulationen über eine Zinserhöhung bestimmten den Handel an der Wall Street. Der Dow Jones gab zum Wochenstart nach. Für zusätzlichen Verkaufsdruck sorgten zudem die sinkenden Rohölpreise.

New YorkSinkende Ölpreise sowie Zinsspekulationen haben die Wall Street zum Wochenbeginn belastet. Börsianer verwiesen auf zunehmende Erwartungen, dass die US-Notenbank in den kommenden Monaten die Zinsen erhöht. Weitere Aufschlüsse erhoffen sich Anleger vom Auftritt von Fed-Chefin Janet Yellen am Freitag auf dem jährlichen Treffen internationaler Notenbanker im amerikanischen Jackson Hole. "Die Märkte werden etwas nervös", sagte Marktstratege Robert Pavlik vom Vermögensverwalter Boston Private Wealth. Von Bedeutung seien insbesondere Hinweise auf eine Zinserhöhung im September.

Ebenfalls auf die Stimmung drückte ein Rückgang der Ölpreise. Analysten bezweifeln, dass bei den anstehenden Verhandlungen der Ölproduzenten eine Eindämmung der Überversorgung erreicht wird.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,1 Prozent tiefer bei 18.529 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab um 0,1 Prozent auf 2183 Stellen nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann dagegen um 0,1 Prozent auf 5245 Zähler.

Unter den Einzelwerten standen Medivation im Blick, die knapp 20 Prozent in die Höhe schossen. Der Krebsspezialist soll für rund 14 Milliarden Dollar von Pfizer übernommen werden. Pfizer-Anteilsscheine gaben um 0,4 Prozent nach.

Deutlich nach oben ging es für Valeant, die fast neun Prozent anzogen. Die Aktionäre des hoch verschuldeten kanadischen Pharmakonzerns begrüßten die Berufung eines neuen Finanzchefs.

Die Aktien des Chipherstellers Intersil legten rund 20 Prozent zu. Der japanische Konzern Renesas steht einem Insider zufolge vor der Übernahme.

An Europas Börsen ging es bergab. Der Dax verlor 0,5 Prozent auf 10.494 Punkte. Auch der EuroStoxx50 schloss leichter. Zeitweise waren beide Indizes um rund ein Prozent gestiegen, ehe große Verkaufsorders in einem sehr dünnen Markt die Kurse ins Minus drückten. "Der Dax ist heute sprichwörtlich in ein Sommerloch gefallen", kommentierte CMC-Marktes-Analyst Jochen Stanzl.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 700 Millionen Aktien den Besitzer. 1483 Werte legten zu, 1463 gaben nach, und 160 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,55 Milliarden Aktien 1529 im Plus, 1290 im Minus und 191 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten vor der Yellen-Rede zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 12/32 auf 99-20/32. Die Rendite sank auf 1,54 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 1-3/32 auf 100-10/32 und rentierte mit 2,24 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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