Börse New York
Zinsspekulationen belasten die Wall Street

Die Federal Reserve wird wohl noch in diesem Jahr den Leitzins in den USA anheben. Dementsprechend vorsichtig agieren die Anleger. Dow Jones & Co. schließen am Montag im Minus. Doch es gibt auch Gewinner.
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New YorkSpekulationen über eine nahende Zinserhöhung haben die US-Börsen auch zu Wochenbeginn belastet. Händlern zufolge wirkten die überraschend starken Daten vom US-Arbeitsmarkt nach.

Deswegen rechnen einer Reuters-Umfrage zufolge die Top-Banken der Wall Street nun damit, dass die US-Notenbank Fed die Leitzinsen eher früher als später anheben wird - voraussichtlich schon im September. Ein weiterer Schritt dürfte dann noch vor Jahresende folgen. Seit dem Höhepunkt der Finanzkrise im Herbst 2008 liegen die Zinsen bei nahe null Prozent. Das billige Geld hat den Aktienmarkt auf immer neue Rekordstände gehievt.

Der Dow-Jones-Index für die Standardwerte schloss 0,5 Prozent tiefer auf 17.766 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank um 0,7 Prozent auf 2079 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 0,9 Prozent auf 5021 Punkte.

In Frankfurt gaben Dax und EuroStoxx50 jeweils rund ein Prozent auf 11.064,92 beziehungsweise 3473,87 Punkte nach. Die beiden Aktienindizes litten wie die Wall Street unter dem Schuldenstreit zwischen Griechenland und seinen Geldgebern. "Es ist eine bedrückende Erkenntnis, dass statt gegenseitigen Annäherungen nun wieder ein verstärkter Disput vernommen wird", sagte Analyst Niall Delventhal vom Brokerhaus DailyFX.

In New York hatten bereits am Freitag gute Arbeitsmarktdaten Sorgen genährt, die US-Notenbank Fed könnte den Leitzins eher früher als später anheben. Das Billiggeld der Fed gilt als einer der wesentlichen Treiber der Aktienmarktrallye der vergangenen Jahre. Die Aussicht auf möglicherweise höhere Zinsen hatte auch die Renditen am Anleihemarkt angetrieben, was die festverzinslichen Wertpapiere gegenüber Aktien attraktiver machte.

Die zuletzt starken Schwankungen an den Anleihemärkten dürften die Börsianer auch in der neuen Woche beschäftigen, sagte Marktstratege Craig Erlam vom Währungshändler Oanda. Zwar habe sich die Lage zunächst beruhigt, doch brauche es für wieder stärkere Ausschläge nicht viel. Das könnte dann erneut auf die Aktienmärkte durchschlagen.

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