Börse Tokio
Aktien in Asien schließen schwach

Die Vorgaben der Wall Street waren schwach, vor allem der wieder fallende Ölpreis belastete die Börsen in Asien. Der Nikkei schloss 1,4 Prozent im Minus. Auch für den MSCI-Index für asiatische Aktien ging es bergab.

TokioDer wieder schwächere Ölpreis hat am Freitag die Börsen in Fernost belastet. Neue Rohöllagerdaten aus den USA hatten für den Rückgang gesorgt. Dem US-Energieministerium zufolge füllen sich die Tanklager immer weiter, die Rohöl-Reserven stiegen in der vergangenen Woche auf ein Rekordhoch. Dies macht Anleger risikoscheu, sie fürchten eine Ölschwemme.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans büßte 0,8 Prozent ein. Auf Wochensicht notierte er jedoch rund vier Prozent im Plus. Nachdem sich Anfang der Woche die Ölförderländer Russland, Saudi-Arabien, Katar und Venezuela überraschend darauf verständigten, die Produktion auf dem Januar-Niveau einzufrieren, zogen die Ölpreise in den vergangenen Tagen an und die Börsen weltweit mit nach oben. Zuletzt überwog aber wieder die Skepsis, ob die Ölpreise nachhaltig Boden gutmachen können. Am Freitag verbilligte sich Brent um knapp ein Prozent auf 33,98 Dollar.

„In dieser Woche habe ich das erste Mal in diesem Jahr Anzeichen von Veränderung gesehen“, sagte Marktstratege Evan Lucas von IG. Viele Fondsmanager säßen zurzeit aber auf einer Menge Geld. „Dieses Kapital muss nun eingesetzt werden, um zu bestätigen, dass ein Wechsel bevorsteht.“

In Tokio beendete der 225 Werte umfassende Nikkei-Index die Woche mit einem Plus von 6,8 Prozent. Am Freitag ging es jedoch bergab, und zwar um 1,4 Prozent. In China ergab sich ein ähnliches Bild. Der Index der wichtigsten Werte in Shanghai und Shenzen gab zum Wochenschluss 0,1 Prozent nach, verzeichnete auf Wochensicht aber ein Plus von drei Prozent.

Bei den Einzelwerten in Tokio standen die Papiere von Japan's Trend Micro im Mittelpunkt, die 14 Prozent einbrachen. Der Hersteller von Anti-Virus-Software rechnet fürs laufende Jahr mit einer geringeren Nachfrage und einem niedrigeren Gewinn.

Am Devisenmarkt legte der Euro leicht auf 1,1115 Dollar zu. Anleger warteten auf Neuigkeiten vom EU-Gipfel zur Debatte um ein Reformpaket für Großbritannien. Bislang gab es keine Einigung.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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