Börse Tokio
Aktienkurse in Japan brechen ein

Der japanische Aktienmarkt ist sehr schwach in die verkürzte Woche gestartet. Anlass für die Verkäufe waren deutliche Kursgewinne des Yen. Anleger nehmen erneut Gewinne mit.
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TokioDer schwache US-Arbeitsmarktbericht aus der Vorwoche hat am Dienstag die Börsen in Japan unter Druck gesetzt. Sorgen um den Zustand der weltgrößten Volkswirtschaft ließen die Landeswährung Yen gegenüber dem Dollar deutlich klettern. Dies belastete vor allem exportorientierte Unternehmen.

"Die heutigen Verluste haben mit der neuntägigen Rally am Jahresende zu tun. Ausländische Investoren, die währenddessen gekauft haben, reduzieren nun ihr Risiko", erklärte Norihiro Fujito von UFJ Morgan Stanley Securities. Zudem sei der starke Anstieg des Yen überraschend gewesen. Am Montag waren die Finanzmärkte in Japan wegen eines Feiertags geschlossen geblieben. Auch die restlichen Börsen in Fernost verzeichneten an ihrem zweiten Handelstag in der Woche überwiegend Verluste.

Der Tokioter Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte ging mit Verlusten von 3,1 Prozent auf 15.422 Punkte aus dem Handel und markierte damit ein Ein-Monats-Tief. Es war der größte Tagesverlust seit fünf Monaten. Der breiter gefasste Topix gab 2,3 Prozent nach auf 1269 Zähler. Auch in Südkorea, Singapur, Australien und Taiwan ging es nach unten. In Bangkok drohten Regierungsgegner, die Börse zu stürmen. Es wurden Notmaßnahmen ergriffen, um die Gebäude und die Handelssysteme zu sichern.

Zu den meistgehandelten Aktien in Japan zählten Toyota, die 2,3 Prozent einbüßten. Auch andere Exportwerte wie Sony gaben deutlich nach. Das Marktschwergewicht Softbank fiel um 3,1 Prozent. Gegen den Trend legten die Papiere des Schweppes-Herstellers Suntory 0,3 Prozent zu. Der japanische Konzern übernimmt für 16 Milliarden Dollar den US-Spirituosen-Anbieter Beam.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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