Börse Tokio
Aktienmärkte in Asien hoffen auf Notenbank-Hilfen

Nach schwachen Vorgaben der Wall Street zeigen sich auch in Tokio die Börsianer zurückhaltend. Die Anleger warten auf eine Entscheidung der US-Notenbank. Die Aktien eines Chipherstellers hoben ab.
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TokioHoffnungen auf Krisenhilfen der wichtigsten Zentralbanken haben am Mittwoch die Aktienmärkte in Fernost gestützt. Viele Anleger hielten sich allerdings vor dem Notenbanker-Treffen im amerikanischen Jackson Hole am Ende der Woche zurück, weil sie sich von der Rede von US-Notenbankchef Ben Bernanke Aufschluss über die zukünftige Geldpolitik erhofften. Der Euro präsentierte sich mit 1,2560 Dollar stabil. Händler erklärten, das Fernbleiben von EZB-Chef Mario Draghi von der Konferenz habe die Hoffnung angefacht, dass die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihrer Ratssitzung in der kommenden Woche ein Programm zum Anleihen-Kauf verkünden wird.

"Die Spannung vor Bernankes Rede am Freitag ist derzeit das wichtigste Thema", sagte Stefan Worrall von Credit Suisse in Tokio. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index legte 0,4 Prozent auf 9069 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix-Index stieg 0,5 Prozent auf 750 Punkte. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte knapp 0,2 Prozent im Plus.

Die stärksten Zuwächse konnte die Börse in Südkorea verbuchen. Dort erholten sich die Aktien von Samsung Electronics um rund drei Prozent, nachdem die Schlappe im Patenstreit mit Apple die Papiere zum Wochenanfang auf Talfahrt geschickt hatte. Eine Entscheidung über ein dauerhaftes Verkaufsverbot von Samsung-Smartphones in den USA steht nun allerdings erst in einigen Monaten an. Eine US-Richterin legte am Dienstag als Anhörungstermin für den Apple-Antrag auf eine entsprechende Verfügung den 6. Dezember fest.

Zulegen konnten auch die Börsen in Taiwan und Singapur, während der Aktienmärkte in Australien und Hongkong auf der Stelle traten. Nach unten gingen die Kurse dagegen in Shanghai.

In Tokio schossen die Aktien des Chip-Herstellers Renesas um rund 35 Prozent in die Höhe. Die Beteiligungsgesellschaft KKR will rund 1,3 Milliarden Dollar in den Konzern investieren, wie aus mit dem Vorgang vertrauten Kreisen verlautete. Zu den Gewinnern gehörten auch die Titel von Sharp mit einem Plus von rund sieben Prozent. Der angeschlagene TV-Geräte-Hersteller will rund zehn Prozent seiner Stellen streichen. Dagegen fielen die Aktien von Daikin Industries um rund 3,5 Prozent, nachdem bekanntwurde, dass der zweitgrößte Klimaanlagen-Hersteller der Welt der Beteiligungsgesellschaft Hellman & Friedman den US-Rivalen Goodman Global für rund 3,8 Milliarden Dollar abkaufen will.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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