Börse Tokio
Aktienmärkte in Asien legen zu

Die japanischen Börsen haben mit deutlichen Verlusten geschlossen. Viele andere asiatische Märkte legten dagegen zu. Anleger nutzten jüngste Kursrückgänge zum Einstieg
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TokioIn Asien sind viele Anleger am Dienstag nach den jüngsten Kursrückgängen wieder eingestiegen. Die zunehmenden Spannungen in der Ukraine verhinderten allerdings allzu große Gewinne. Zudem litten die Börsen in Japan unter dem anhaltend starken Yen. Investoren waren enttäuscht, dass die japanische Notenbank den Geldhahn nicht noch weiter aufgedreht hat.

Außerhalb Japans legten die Börsen zu. Der MSCI-Index für die asiatischen Märkte ohne Japan gewann 0,46 Prozent, in China schnellte der CSI300 der Börsen Shanghai und Shenzhen um mehr als zwei Prozent in die Höhe. Vor allem Bankaktien gehörten in der Hoffnung auf weitere Konjunkturprogramme zu den Gewinnern.

Der Nikkei-Index verlor 1,4 Prozent auf 14.606 Punkte, der breiter gefasste Topix gab 1,9 Prozent auf 1174 Zähler nach. Die Bank von Japan hielt bei ihrer Zinssitzung an ihrem ultralockeren geldpolitischen Kurs fest, scheute aber vor zusätzlichen Wertpapierkäufen zurück. Die Erholung der Wirtschaft setze sich in einem moderaten Tempo fort, erklärten die Währungshüter. Das deutete darauf hin, dass vorerst nicht mit größeren Konjunkturstützen zu rechnen sei, sagte Hiroshi Shiraishi, Volkswirt bei BNP Paribas Securities in Tokio.

Erstmals seit fünf Monaten erwirtschaftete Japan im Februar wieder einen Überschuss in der Leistungsbilanz, in die der internationale Handel sowie Einkünfte aus Investitionen im Ausland mit einbezogen werden. Für die japanische Wirtschaft sind das gute Nachrichten. Im April wurde die Mehrwertsteuer erhöht, das dürfte den Konsum kräftig dämpfen.

In China sollen künftig Fusionen und Übernahmen in der Versicherungswirtschaft erlaubt sein. Das sehen neue Regeln der zuständigen Aufsichtsbehörde CIRC vor, in die Reuters am Dienstag Einblick hatte. Sie sollen sowohl für heimische als auch ausländische Unternehmen gelten. Demnach wird Konzernen gestattet, zwei miteinander konkurrierende Versicherer zu betreiben. Dies war nach den bisherigen Vorgaben nicht möglich.

Ein nachlassendes Absatzwachstum drückt auf den Gewinn des weltgrößten Smartphone-Herstellers Samsung. Kurz vor dem internationalen Verkaufsstart seines neuen Aushängeschilds Galaxy S5 gab der südkoreanische Apple-Rivale den zweiten Ergebnisrückgang in einem Quartal hintereinander bekannt. Den am Dienstag vorgelegten vorläufigen Zahlen zufolge sank der Betriebsgewinn im Auftaktvierteljahr um 4,3 Prozent auf umgerechnet 5,8 Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt 5,9 Milliarden Euro erwartet. Auch der Umsatz fiel mit umgerechnet 36,6 Milliarden Euro geringer aus als erwartet. Die Aktie reagiert kaum auf die Nachricht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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