Börse Tokio
Anleger bleiben beim Nikkei in Lauerstellung

Die Börsen in Tokio sind nur knapp behauptet in die neue Woche gestartet. Die leichten Verluste im Nikkei könnte eine Reaktion auf die starke Kursentwicklung vom vergangenen Freitag sein. Dem Markt fehlen immer noch Anleger, die bei über 10 000 Punkten im Nikkei kaufen wollen.

HB TOKIO. Die Börsen in Tokio haben sich am Montag knapp behauptet. Der Nikkei-225-Index startete mit einem Minus von 0,02 Prozent auf 10 105,68 Zähler in die neue Woche, nachdem der japanische Leitindex in der Vorwoche per Saldo 0,85 Prozent zugelegt hatte. Für den breiter gefassten Topix ging es am Montag um 0,39 Prozent auf 885,08 Punkte nach unten. Wenig beachtet wurde eine Stimmungsaufhellung unter japanischen Industriemanagern, die aus dem Tankan-Bericht hervorging. Eine Entspannung der Situation in Dubai durch eine Finanzspritze aus Abu Dhabi in Höhe von zehn Mrd. Dollar habe dem Markt dann aber im späten Geschäft geholfen.

"Der Markt hat die Nachrichten über die Rettung von Dubai willkommen geheißen und den Nikkei über 10 000 Punkten gehalten", sagte Hiroaki Kuramochi von Tokai Tokyo Securities. "Aber wichtiger für den Markt werden weiterhin Währungsbewegungen und Wirtschaftsmaßnahmen der Regierung sein." Yutaka Miura, technischer Analyst bei Mizuho Securities, sah in den leichten Verlusten ein Reaktion auf die starke Kursentwicklung vom vergangenen Freitag. "Das zeigt, dass am Markt immer noch Anleger fehlen, die bei über 10 000 Punkten im Nikkei kaufen wollen."

Aktien von Baukonzern profitierten von den Nachrichten aus Dubai. So stiegen Kajima um 1,1 Prozent auf 184 Yen und Shimizu rückten um 2,0 Prozent auf 314 Yen vor. Auf Seiten der Gewinner standen auch Japan Airlines (JAL) mit einem Plus von 3,2 Prozent auf 98 Yen, All Nippon Airways (ANA) schlossen 1,2 Prozent höher bei 255 Yen. Hier stützte ein wegweisendes Luftfahrtabkommen zwischen Japan und den USA, welches die Hürden für Passagiere und Fracht senkt und die Möglichkeit stärkerer Bündnisse ermöglicht.

Japan Petroleum Exploration legten um 2,7 Prozent auf 4 140 Yen zu, nachdem der irakische Ölminister Hussain al-Shahristani mitgeteilt hatte, das Unternehmen und der malaysische Mineralölkonzern Petronas hätten einen Auftrag zur Entwicklung eines Ölfelds erhalten.

Für Mitsubishi UFJ Financial Group ging es um 2,9 Prozent auf 442 Yen und damit den vierten Tag in Folge bergab. Anleger trennten sich vor der geplanten Ausgabe neuer Aktien im Volumen von einer Billion Yen von dem Papier. Japans größte Bank wird nach eigenen Angaben noch am heutigen Montag den Preis für die neuen Aktien bekannt geben.

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