Börse Tokio
Anleger in Asien freuen sich über US-Deal

Die Akteure am japanischen Aktienmarkt reagieren positiv auf die Einigung im US-Haushaltsstreit. Die Börse in Tokio legt knapp ein Prozent zu.
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TokioDie Einigung im US-Haushaltsstreit in letzter Minute und die Abwendung der Zahlungsunfähigkeit haben am Donnerstag die Börsen in Asien beflügelt. Die Anleger zeigten sich erleichtert. Analysten verwiesen aber auch darauf, dass mit dem Kompromiss lediglich etwas Zeit gewonnen sei.

Denn die eigentlichen Streitpunkte zwischen Demokraten und Republikanern sind keineswegs ausgeräumt. Und so könnte es bereits Anfang nächsten Jahres zur Neuauflage eines Schlagabtausches kommen, der die internationalen Finanzmärkte belastet hat. Der Dollar profitierte von der Einigung denn auch nur kurz.

In Japan weiteten die Börsen den siebten Tag in Folge ihre Gewinne aus. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,83 Prozent im Plus bei 14.586 Punkten. Der breiter angelegte Topix gewann 0,79 Prozent auf 1206 Zähler. Der Index für die asiatischen Märkte außerhalb Japans erreichte den höchsten Wert seit fünf Monaten und gewann 0,56 Prozent auf rund 477 Punkte.

"Die Blechdose ist ein Stück weiter die Straße hinunter gekickt worden", sagte Evan Lucas von IG in Melbourne. "Man hat den Reset-Knopf gedrückt, und nun werden wir in zwei Monaten das Ganze noch einmal erleben." Allerdings dürfte in den kommenden Tagen erst einmal wieder die anlaufende Bilanzsaison in den Vordergrund rücken, sagte Lucas. Auch die überfälligen US-Arbeitsmarktdaten für September dürften ins Blickfeld rücken. Ihre Veröffentlichung war wegen des sogenannten "government shutdown" verschoben worden.

In Washington hatte nach dem Senat in der Nacht auch das Repräsentantenhaus für eine Erhöhung der Schuldenobergrenze und einen Übergangsetat gestimmt. Die ab diesem Donnerstag drohende Zahlungsunfähigkeit ist damit abgewendet. Kurz nach der Kongressentscheidung unterzeichnete Präsident Barack Obama das Gesetz. Der Kompromiss sieht vor, die bislang bei 16,7 Billionen Dollar liegende Schuldenobergrenze so weit anzuheben, dass die USA sich bis zum 7. Februar weiter Geld leihen dürfen, um ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Außerdem erhält die Regierung einen Etat, mit dem sie den am 1. Oktober eingetretenen "government shutdown" beenden und ihren Betrieb bis Mitte Januar aufrechterhalten kann.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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