Börse Tokio
Anleger in Asien freuen sich über US-Geldspritze

Der Nikkei-Index pendelt um seine Vortagskurse. Ein stärkerer Yen-Kurs drückt die Stimmung genauso wie neue Konjunkturdaten aus China.
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TokioDie Aussicht auf baldige neue Geldspritzen der US-Notenbank Fed hat den asiatischen Aktienmärkten am Donnerstag zu Kursgewinnen verholfen. Auch die New Yorker Börse nahm die Äußerungen der Federal-Reserve-Banker im Protokoll zur letzten Sitzung, das am Mittwoch veröffentlicht worden war, positiv auf. Der Euro kletterte auf ein Sieben-Wochen-Hoch bis auf 1,2553 Dollar. Auch Gold verteuerte sich auf den höchsten Stand seit dreieinhalb Monaten. Schwache vorläufige Daten zur Entwicklung der chinesischen Industrie im August dämpften dagegen die Stimmung etwas und verringerten die Kursaufschläge vielerorts.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,5 Prozent fester bei 9178 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,2 Prozent zu auf 764 Punkte. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legte um 0,8 Prozent zu.

Die US-Notenbank hatte erklärt, der lahmen US-Wirtschaft voraussichtlich schon "ziemlich bald" mit einer weiteren Geldspritze auf die Sprünge zu helfen. Auch in China hoffen Experten, dass es weitere geldpolitische Schritte geben wird. Die Konjunktur schwächt sich dort derzeit auf das niedrigste Niveau seit rund zehn Jahren ab. Der vorläufige HSBC-Einkaufsmanagerindex für China blieb im August deutlich unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Die Daten nährten Sorgen, die Schwäche gehe bis weit ins dritte Quartal hinein.

In Tokio belastete auch der starke Yen die Kurse, vor allem von Exportwerten. Die Aktien des Autoherstellers Toyota gaben 0,5 Prozent nach, die Papiere von Konkurrent Honda um 0,2 Prozent. Wegen der positiven Grundstimmung konnten die Papiere ihre Verluste damit bis Handelsschluss verringern. Dagegen legten Anteilscheine von Sharp gut ein Prozent zu. Japanische Medien berichteten, die Gläubiger des angeschlagenen Herstellers von Fernsehgeräten überlegten, dem Unternehmen weitere 2,5 Milliarden Dollar an Krediten zu gewähren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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