Börse Tokio Anleger in Asien halten sich zurück

Der starke Yen drückt Papiere von Autobauern und anderen exportorientierten Unternehmen. In Asien macht sich Ernüchterung breit.
Update: 24.09.2012 - 09:45 Uhr Kommentieren
Ein Hund schnüffelt an den Kursen in Tokio. Quelle: Reuters

Ein Hund schnüffelt an den Kursen in Tokio.

(Foto: Reuters)

TokioAn den asiatischen Aktienmärkten hat sich zum Wochenauftakt Ernüchterung breitgemacht. Die Kurse gaben überwiegend nach, auch der Euro sank auf rund 1,2950 Dollar. Händler begründeten die Flaute mit fehlender Zuversicht in die wirtschaftliche Entwicklung. Weltweit hatten Notenbanken in den vergangenen Wochen große Mengen an Liquidität in Aussicht gestellt, was den Märkten geholfen hat.

"Der Optimismus ist weg und Investoren realisieren, dass die Entwicklung nicht durch gute Konjunkturdaten gedeckt ist", sagte Jonathan Barratt, Analyst von BarrattBulletin in Sydney. Die Unsicherheit in der europäischen Schuldenkrise nimmt zudem wieder zu. Fraglich etwa ist, ob Spanien einen Hilfsantrag stellen wird. Zudem ist bislang offen, wie die Folgerungen der Troika in Sachen Griechenland ausfallen werden.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,4 Prozent schwächer bei 9069 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab ebenfalls in dieser Größenordnung nach auf 753 Zähler.

Der starke Yen belastete Papiere von Autobauern und anderen exportorientierten Unternehmen. Zudem machte japanischen Werten weiter der Insel-Streit mit China zu schaffen. Die Bank of America erklärte in einer Mitteilung an Kunden, japanische Autobauer müssten in ihren Verkaufsräumen in der südlichen Provinz Guangdong einen Kundenschwund von 90 Prozent und einen Absatzrückgang von 60 Prozent hinnehmen. Vielen Verbrauchern sei signalisiert worden, keine japanischen Autos zu kaufen, wenn sie Probleme vermeiden wollten.

Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans verlor 0,3 Prozent. Im chinesischen Shanghai schaffte der Leitindex ein kleines Plus von 0,2 Prozent. In Tokio gaben die Aktien des Autobauers Toyota um 1,5 Prozent nach. Die Titel des Rivalen Nissan verloren 2,7, Honda 1,8 Prozent.

Der Streit zwischen China und Japan um eine unbewohnte Inselgruppe im ostchinesischen Meer ist weiter Thema auch am Finanzmarkt. Die Bank of America erklärte in einer Mitteilung an Kunden, japanische Autobauer müssten in ihren Verkaufsräumen in der südlichen Provinz Guangdong einen Kundenschwund von 90 Prozent und einen Absatzrückgang von 60 Prozent hinnehmen. Vielen Verbrauchern sei signalisiert worden, keine japanischen Autos zu kaufen, wenn sie Probleme vermeiden wollten. Dies könne etwa an Tankstellen der Fall sein, wo möglicherweise kein Benzin an Fahrzeuge aus Japan ausgegeben werde.

Wie der Wall-Street-Handel lief

  • dpa
  • rtr
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