Börse Tokio Anleger in Japan halten sich zurück

Der japanische Aktienmarkt verharrt zum Wochenstart auf dem Niveau der Vorwoche. Viele ausländische Investoren halten sich zurück, obwohl erneut positive Nachrichten aus der Industrie gekommen sind.
Update: 02.12.2013 - 09:15 Uhr Kommentieren
Downtown Tokio. Quelle: dpa

Downtown Tokio.

(Foto: dpa)

TokioNach der jüngsten Rekordjagd des Tokioter Aktienmarkts haben sich die Anleger in Fernost zu Beginn der neuen Woche zurückgehalten. Die Gewinne des japanischen Börsenbarometers Nikkei von mehr als neun Prozent im November ließen die Investoren am Montag etwas vorsichtiger in den neuen Monat starten.

Zudem warteten sie neue Konjunkturdaten aus den USA ab - wie die Einkaufsmanagerindizes für die Industrie im Verlauf des Tages und für die Dienstleistungen am Mittwoch sowie den Arbeitsmarktbericht am Freitag. Auch war der Handel nach dem US-Feiertag Thanksgiving noch dünn. "Die meisten ausländischen Investoren sind noch weg", sagte ein Händler.

In Tokio ging der Nikkei mit seinen 225 führenden Werten kaum verändert bei einem Stand von 15.655 Punkten aus dem Handel. Noch am Donnerstag hatte er auf dem höchsten Stand seit fast sechs Jahren geschlossen. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans trat am Montag ebenfalls auf der Stelle.

Zu den größten Gewinnern am japanischen Aktienmarkt gehörten Mazda nachdem die Credit Suisse die Anteilsscheine des Autobauers auf "outperform" von "neutral" hochgestuft hatte. Die Papiere legten 2,3 Prozent zu.

Angesichts des schwachen Yen investieren japanische Unternehmen wieder mehr. Wie das Finanzministerium in Tokio am Montag bekanntgab, erhöhten sich die Ausgaben von Unternehmen für den Bau von Fabriken oder für Ausrüstungen zwischen Juli und September um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 8,9 Billionen Yen (rund 65 Milliarden Euro).

Im Vorquartal hatte der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr noch 0,02 Prozent betragen. Hintergrund sei die nicht zuletzt dank des schwachen Yen verbesserte Ertragslage der Unternehmen, hieß es. Allerdings fielen die Investitionen - ausgenommen in Software - im Vergleich zum vorherigen Quartal um 0,5 Prozent niedriger aus. Das ist der erste Rückgang seit vier Quartalen und deutet daraufhin, dass einige Unternehmen weiterhin skeptisch über Japans Aussichten sind.

Aktienboom macht die Milliardäre noch reicher
Reichtum
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Die Reichen werden immer reicher. Wer unter den 100 Superreichen 2013 bisher die meisten Milliarden scheffelte und sein Vermögen relativ betrachtet am stärksten steigerte, zeigt diese Galerie. Die Daten sammelt die Nachrichtenagentur Bloomberg auf täglicher Basis.

Stand: 26. Dezember 2013

Alice Walton
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Platz 20: Alice Walton

Die Geschwister Walton sind die Erben des Wal-Mart-Gründers Sam Walton. Alice Walton besitzt 343 Millionen Aktien des Supermarkt-Imperiums. Außerdem ist sie engagiert im Kunstmarkt aktiv.

Vermögenszuwachs 2013: 5,8 Milliarden Dollar

huGO-BildID: 17882167 ARCHIV - Das Logo einer Lidl-Filiale, aufgenommen in Frankfurt, Hessen, am 30. Maerz 2008. Wegen des Verdachts auf Dioxin belas
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Platz 19: Dieter Schwarz

Der Eigentümer der Handelskette Lidl gilt als einer der geheimnisvollsten Unternehmer Deutschlands. Bilder von ihm sind daher Mangelware. Den Grundstein für das Billig-Imperium legte bereits sein Vater, der Heilbronner Unternehmer Josef Schwarz. Er war 1930 als Gesellschafter in die Südfrüchte-Großhandlung Lidl & Co eingestiegen, die ihre Kunden in Heilbronn noch per Pferdefuhrwerk mit Bananen und Zitronen belieferte.

Vermögenszuwachs 2013: 5,8 Milliarden Dollar

File photo of Inditex Chairman Amancio Ortega
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Amancio Ortega

Der Vater der Inditex-Erbin Sandra Ortega Mera ist der reichste Europäer und kommt ebenfalls aus Spanien. Während sein Land im Schuldensumpf zu versinken droht, kann Amancio Ortega sein Vermögen deutlich steigern. Seine Haupteinnahmequelle ist das Unternehmen Inditex – das größte Textilunternehmen der Welt. Begonnen hat seine Karriere mit der Modekette Zara. Im Laufe der Jahre gründete er zahlreiche weitere Modemarken und übernahm einige Kleidungsunternehmen, die unter dem Dach von Inditex an der spanischen Börse notiert sind. Weltweit ist er gemessen am Vermögen die Nummer drei.

Vermögenszuwachs 2013: 7,5 Milliarden Dollar - Platz 15
Gesamtvermögen 2013: 65 Milliarden Dollar - Platz 3

People enter a Zara store in Barcelona
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Sandra Ortega Mera

Die Erbin des Modeimperiums Zara ist scheu in der Öffentlichkeit. Deshalb gibt es kaum Bilder von ihr. Die Tochter der Inditex-Gründer Amancio Ortega und Rosalia Mera ist nach dem Tod ihrer Mutter zur reichsten Spanierin geworden. Sandra Ortega Mera erhielt mehr als 90 Prozent des Vermögens ihrer Mutter, darunter die gesamte Holdinggesellschaft Rosp Corunna Participaciones Empresariales SL, berichtet eine informierte Person. Bis zu Meras Tod im August hatten beide zusammen die Gesellschaft kontrolliert. Unter den Superreichen liegt sie nach der Bloomberg-Liste nun auf Platz 181. Gemessen am Zuwachs ist sie in diesem Jahr jedoch Spitze.

Vermögenszuwachs 2013: 6,1 Milliarden Dollar - Platz 19

Prozentualer Zuwachs 2013: 540 Prozent - Platz 1

Robson Walton
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Platz 16: Robson Walton

Die Geschwister Walton sind die Erben des Wal-Mart-Gründers Sam Walton. Der älteste Sohn Robson Walton ist Vorsitzender von Wal-Mart. Er besitzt 339 Millionen Aktien.

Vermögenszuwachs 2013: 6,1 Milliarden Dollar

Mannequins wearing cashmere clothes are displayed at Fast Retailing's Uniqlo casual clothing store in Tokyo
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Platz 15: Tadashi Yanai

Der japanische Unternehmer Tadashi Yanai gründete Fast Retailing, das größte Bekleidungsunternehmen in Asien. Der reichste Mann Japan ist auch wegen des Tochterunternehmens Uniqlo bekannt.

Vermögenszuwachs 2013: 6,3 Milliarden Dollar


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