Börse Tokio

Anleger warten auf die US-Arbeitsmarktzahlen

Kurz vor der Veröffentlichung der jüngsten US-Arbeitsmarktdaten halten sich die Händler in Tokio zurück. Der Leitindex Nikkei gibt im Mittagshandel nach. Zu den Verlierern gehört Elektronik-Hersteller Sharp.
Update: 05.06.2015 - 04:58 Uhr Kommentieren
Vor einer elektronischen Börsenanzeigentafel in Tokio. Quelle: AFP

Vor einer elektronischen Börsenanzeigentafel in Tokio.

(Foto: AFP)

TokioDie Aktienbörse in Tokio hat am Freitag nachgegeben. Die Anleger seien im Vorfeld der US-Arbeitsmarktzahlen vorsichtig, sagten Händler. Die Daten werden am Nachmittag erwartet und könnten Hinweise darauf geben, wann die US-Notenbank mit der Anhebung der Zinsen beginnt.

Der Tokioter Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte verlor bis zum Mittagshandel 0,4 Prozent auf 20.398 Punkte. Vor rund einer Woche war er bis auf 20.655 Zähler und damit den höchsten Stand seit 15 Jahren geklettert. Der breiter gefasste Topix gab am Freitag 0,7 Prozent nach auf 1662 Stellen.

Von Plasmaclustern und Teemaschinen
Smartphones
1 von 8

Sharp liefert nicht nur Displays an Apple, sondern baut auch selbst Smartphones. Mit Super-Zeitlupe, Sharps bestem Display und manchmal wasserdichtem Design treten sie vor allem mit dem iPhone in Konkurrenz, sind aber auch dort unterlegen. 

Tablets
2 von 8

Sharp hat bereits eine lange Tablet-Geschichte, stellte sich aber oft selbst ein Bein. Als das Unternehmen seinen ersten iPad-Konkurrenten auf den Markt brachten, bestanden die Macher darauf, dass es sich nur um einen farbigen eBook-Reader handele. Das Gerät war kein Erfolg. Auch das neue AQUOS PAD SH-05G dürfte ein Nischenprodukt bleiben

Plasmacluster
3 von 8

Ein Hit des japanischen Herstellers sind Luftreiniger, die durch die Ionisierung von Luft Staub binden und Viren töten sollen und so zum Beispiel in Krankenhäusern eingesetzt werden können. Es gibt sie als Standgeräte, eingebaut in Klimaanlagen oder auch mobile Ionenschleudern für den Schreibtisch oder zum Umhängen um den Hals.

Solarzellen
4 von 8

Bevor der Solarboom in Deutschland begann, waren die Japaner mal einer der größten Solarzellenhersteller der Welt. Inzwischen rangiert der Konzern unter ferner liefen. Und die einst gefeierte Pioniersparte ist ein weiterer Mühlstein um Sharps Hals. Im Bild ist ein Arbeiter in einer Sharp-Fabrik in Sakai im Westen Japans zu sehen.

Fernsehgeräte
5 von 8

Das größte Problem ist zugleich Sharps größter Erfolg: Der Pionier der Flach-TVs hat den Preiskampf gegen südkoreanische und chinesische Hersteller verloren.

Haushaltsgeräte
6 von 8

Sharp ist in Japan auch ein wichtiger Hersteller von Haushaltsgeräten. Kombinierte Mikrowellen-Backofen-Herde zum Stellen der Healsio-Reihe sind ein Bestseller. In Japan gibt es kaum eingebaute Öfen, sondern sie werden nachträglich in den Küchenschrank gestellt. Im Bild Sharps Staubsaugerroboter „Cocorobo“.

Teemaschine
7 von 8

Die Japaner haben von Nestlés Kaffeemaschine gelernt. Mit den Kaffeekapseln für die Nescafé-Maschinen verdienen sich die Schweizer dumm und dösig. Sharp will ähnliches nun mit einer Maschine für grünen Tee kopieren. 

Unter den Einzelwerten gab Sharp 1,2 Prozent nach. Die Wirtschaftszeitung "Nikkei" hatte berichtet, der strauchelnde Elektronik-Hersteller werde für das laufende Geschäftsjahr einen Netto-Verlust von umgerechnet 1,45 Milliarden Dollar ausweisen.

Der Euro tendierte zum Dollar kaum verändert mit 1,1212 Dollar. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,0481 und zum Dollar mit 0,9349.

  • rtr
Startseite

0 Kommentare zu "Börse Tokio : Anleger warten auf die US-Arbeitsmarktzahlen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%