Börse Tokio
Anleger warten auf Notenbanken

Die Börsianer in Japan halten sich bedeckt. Sie warten darauf, dass es von der US-Notenbank Fed und der Bank von Japan neue Nachrichten gibt. Verlierer sind die Aktien von Softbank.
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TokioDie asiatischen Börsen haben sich am Dienstag kaum verändert präsentiert. Institutionelle Anleger hielten sich zurück und seien offenbar nicht in großer Kauflaune, sagten Händler. Der Dollar legte zu. Mit Spannung erwartet wurden Äußerungen von Fed-Chef Ben Bernanke zu US-Anleiheverkäufen. Bernanke sollte sich am Mittwoch vor dem US-Kongress äußern. Zuletzt hatten mehrere Fed-Vertreter dafür plädiert, die massiven Anleiheverkäufe noch in diesem Jahr zurückzufahren - dies wäre früher als gedacht.
Der Nikkei stieg um 0,1 Prozent auf ein neues Fünfeinhalb-Jahreshoch von 15.381 Zählern. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte außerhalb Japans gab 0,2 Prozent nach. Die Börse in Hongkong tendierte mit 0,4 Prozent im Minus, in Taiwan legte der Leitindex knapp 0,1 Prozent zu.
In Japan gaben die Aktien des Mobilfunkers Softbank 3,8 Prozent nach. Softbank erlaubte seinem Übernahmeziel Sprint Fusionsgespräche mit Dish. Das Satelliten-TV-Unternehmen hatte die Pläne von Softbank mit einem Angebot durchkreuzt. Zu den größten Gewinnern gehörten Tokyo Electric Power mit einem Plus von mehr als zwölf Prozent und Sharp mit fast neun Prozent.
Der Euro präsentierte sich im frühen Devisenhandel in Fernost stabil. Die Gemeinschaftswährung war für 1,2885 Dollar zu haben nach 1,2881 Dollar im späten Handel in New York. Der Dollar legte gegenüber dem Yen wieder etwas zu, nachdem der japanische Wirtschaftsminister Akari Amari Aussagen, die Stärke des Yen sei inzwischen weitestgehend korrigiert, relativierte. Er hoffe, dass der Yen sich auf einem Niveau stabilisiere, das mit den Fundamentaldaten Japans in Einklang stehe und der Devisenmarkt eine Balance finde, sagte er am Dienstag zu Journalisten. Zur japanischen Währung notierte der Dollar bei 102,59 Dollar und der Euro bei 132,16 Yen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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