Börse Tokio
Apple-Zahlen treiben Nikkei an

Tokios Börse profitiert von den guten Ergebnissen des US-Konzerns Apple. Jetzt hoffen die Anleger, dass auch japanische Technologie- und Autokonzerne besser als erwartet abgeschnitten haben.
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TokioStarke Zahlen aus dem US-Technologiesektor haben den Börsen in Asien den zweiten Tag in Folge Auftrieb verliehen. Die Geschäftsberichte von Apple und anderen US-Firmen schürten am Donnerstag die Hoffnung, dass sich die Weltwirtschaft beständig erholt. In Japan achteten die Anleger besonders auf Aussagen zu den möglichen Belastungen der US-Konzerne durch Lieferengpässe aus Japan nach dem Beben und Tsunami im März. Vor dem Beginn der eigenen Berichtssaison wollten sie sich aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, das Volumen war niedrig. Der Markt werde sich bis zur Veröffentlichung der Bilanzen japanischer Konzerne an den Vorgaben der Wall Street orientieren, sagte Koichi Ogawa, Chef-Portfoliomanager bei Daiwa SB Investments. Anschließend werde er anfälliger für Schwankungen.

Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte ging mit einem Plus von 0,8 Prozent auf 9685 Punkte aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,54 Prozent auf 841 Zähler zu. Auch die Börsen in Taiwan, Shanghai, Hongkong Singapur und Südkorea verbuchten teils deutliche Gewinne.

Apple hatte am Mittwoch nach US-Börsenschluss dank des Erfolgs des iPhones die ohnehin hoch gesteckten Erwartungen um ein Vielfaches übertroffen. Damit verstärkte Apple die positive Tendenz nach der starken Bilanz von Intel vom Mittwoch.

In Tokio kletterten die Aktien von Technologieschwergewichten wie Nikon um knapp ein Prozent. Sony-Papiere legten um zwei Prozent zu.

Auf den Verkaufslisten standen dagegen die Aktien des weltgrößten Herstellers von Industrie-Robotern, Yaskawa Electric. Der Konzern kann die Produktion im Mai und Juni möglicherweise nicht vollständig aufrechterhalten. Da das Unternehmen aufgrund seiner geografischen Lage eigentlich nicht so stark von dem Beben getroffen sein dürfte, zeigten sich Analysten von den Aussagen überrascht. Das verdeutliche, dass diese Berichtssaison anders werde, sagte Masayoshi Okamoto von Jujiya Securities. „Es geht nicht nur um Zahlen oder Branchen.

Wir müssen uns jede Veröffentlichung genau ansehen und auf Aussagen zur Produktion und zur Erholung überprüfen.“ In den Hintergrund trat angesichts der Unternehmensnachrichten die Schuldenkrise in Europa. Obwohl die Spekulationen um eine Umschuldung Griechenlands anhielten, setzten Anleger weiter auf den Euro. Die Gemeinschaftswährung kletterte am Donnerstag erstmals seit Dezember 2009 wieder über 1,46 Dollar. Händler begründeten die Dollar-Verkäufe vor allem mit der Erwartung steigender Zinsen in der Euro-Zone und der wieder wachsenden Risikolust der Anleger. Der Yen kletterte erneut auf ein Rekordhoch.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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