Börse Tokio
Asiatische Aktienmärkte schließen leichter

Die Sorge Griechenland löst an der Börse in Tokio einen unruhigen Handelstag aus. Kurzzeitig fiel der Nikkei-Index sogar unter 9000 Punkte. Im Vormittagshandel schwankte er zwischen Plus und Minus.
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Sorgen um die Weltkonjunktur haben die asiatischen Aktienmärkte am Donnerstag belastet. Zu den Unsicherheiten wegen der Schuldenkrise in Europa seien enttäuschende Handelsdaten aus China hinzugekommen, sagten Händler. Dies hätten erneut Ängste vor einem allzu kräftigen Abschwung der zweitgrößten Volkswirtschaft geschürt.

An der Tokioter Börse schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,4 Prozent tiefer bei 9009 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab knapp 0,1 Prozent auf 765 Punkte nach. Auch die Märkte in Hongkong, Seoul und Singapur verloren. Der chinesische Leitindex in Shanghai trat auf der Stelle. Die Börsen in Taiwan und Australien legten dagegen leicht zu. Die politischen Turbulenzen in Griechenland und die Furcht vor einem Übergreifen der Schuldenkrise auf Spanien hatten zuvor schon die US-Börsen belastet.

Sowohl die chinesischen Export- als auch die Import-Zahlen hätten den Markt enttäuscht, sagte Analyst Jiang Chao von Guotai Junan Securities. "Ich denke, wir werden unsere Handelsprognose für das Gesamtjahr überprüfen müssen." Das Wachstum der chinesischen Exporte gegenüber dem Vorjahr hatte sich im April überraschend auf 4,9 Prozent verlangsamt von 8,9 Prozent im März. Experten hatten nur mit einem leichten Rückgang auf 8,5 Prozent gerechnet. Die Importe stagnierten sogar fast (plus 0,3 Prozent). Hier war ein Zuwachs von elf Prozent erwartet worden nach einem Plus von 5,3 Prozent im März.

Zu den Gewinnern in Tokio zählte vor allem der Autobauer Toyota, dessen Aktien 0,8 Prozent zulegen konnten. Der Konzern hatte am Vortag eine Verdreifachung des Gewinns in Aussicht gestellt und will damit im Rennen um die begehrte Weltmarktkrone gegenüber seinen Rivalen VW und General Motors Boden gutmachen. Bereits zu Jahresanfang gelang es Toyota, den Betriebsgewinn in seinem vierten Geschäftsquartal mehr als zu verfünffachen. Zu den Verlierern gehörten dagegen Elektronikwerte wie Panasonic, dessen Papiere 1,4 Prozent einbüßten. Canon-Titel fielen um 0,7 Prozent.

Annika Reinert
Petrina Engelke
Handelsblatt Online / Freie Mitarbeiterin

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  • Gott sei Dank hat das Handelsblatt ein gutes Foto mit Blaettern, die das halbe Bild verdecken, von der Nachrichtegentur ergattert. Wir wollen ja nicht, dass der daemliche Fotografen arbeitslos werden.

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