Börse Tokio
Asiatische Anleger in Kauflaune

Die Erleichterung über Fortschritte im Kampf gegen den Staatsbankrott Griechenlands hat den Börsen in Asien erneut ein Kursplus beschert. Selbst negative Nachrichten konnten Anlegern nicht die Laune verderben.
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TokioZum Wochenausklang konzentrierten sich die Anleger in Fernost zudem auf erfreuliche Konjunkturdaten aus den USA. Die derzeit schlechte Stimmung in der japanischen Wirtschaft hatte Händlern zufolge dagegen am Freitag keinen großen Einfluss auf dem Parkett. Vielmehr versuchten die Börsianer auch im Tankan-Report die gute Seiten zu sehen, nämlich dass die japanischen Firmen in den nächsten Monaten eine deutliche Verbesserung erwarten.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,5 Prozent im Plus bei 9868 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,6 Prozent auf 853 Punkte. Auch die Börsenbarometer in Singapur, Taiwan, Korea, Hongkong und Shanghai zeigten nach oben.

Der Quartals-Umfrage der japanischen Notenbank zufolge sank der Tankan-Index, der die Stimmung der Großunternehmen misst, auf minus neun gegenüber plus sechs im März. Erstmals seit März 2010 überwiegen damit die negativen Einschätzungen. Zugleich hegen die Befragten aber Hoffnungen auf eine Verbesserung in naher Zukunft. Zudem ergab die Umfrage, dass die großen Konzerne ihre Ausgaben im laufenden Geschäftsjahr deutlicher steigern wollen als erwartet. Das dürfte den Markt im Juli weiter antreiben, sagte Yumi Nishimura von Daiwa Securities.

Wie schon am Vorabend in New York erhielten auch die asiatischen Aktien Auftrieb von einem ermutigenden Signal aus der amerikanischen Industrie: Der Konjunkturindex der Chicagoer Einkaufsmanager machte einen überraschenden Satz auf gut 61 Punkte - Volkswirte hatten lediglich mit 54 Punkten gerechnet. In Tokio gefragt waren die Anteilsscheine von Mitsubishi UFJ Financial, nachdem der Konzern seinen Anteil an Morgan Stanley erhöht hatte. Mitsubishi UFJ-Aktien stiegen um mehr als zwei Prozent. Ein Aktienrückkauf des Salatsoßen-Produzenten Kewpie wurde auf dem Parkett mit einem Plus von ebenfalls über zwei Prozent belohnt. Besonders begehrt waren die Anteile von Noritz, die sich um 6,4 Prozent verteuerten. Der Hersteller von Wassererhitzern schraubte seine Gewinnerwartungen nach oben.

In Seoul im Blickpunkt stand Samsung Electronics. Das Unternehmen legte seine kriselnde Halbleitersparte mit dem Flachbildschirmgeschäft zusammen. Samsung-Papiere notierten 3,5 Prozent im Plus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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