Börse Tokio
Asiatische Anleger trotzen Euro-Turbulenzen

Die asiatischen Anleger zeigten sich am Donnerstag wieder in Kauflaune. Trotz der politischen Wirren in Portugal und Ägypten legten die großen Indizes deutlich zu. Einziger Verlierer war die Börse in Tokio.
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TokioKurz vor der Veröffentlichung von US-Arbeitsmarktdaten haben die asiatischen Aktienbörsen am Donnerstag überwiegend Gewinne verbucht. Eine Ausnahme war die Tokioter Börse, wo es Verluste gab. Die Statistik zu den US-Jobs wird am Freitag veröffentlicht. Anleger erwarten sich davon Aufschluss, wie schnell die Notenbank in Washington ihr Anleihenkaufprogramm zurückfahren wird.

"Die Märkte könnten einbrechen, wenn die Zahlen zu stark ausfallen", sagte der Analyst Satoshi Okagawa von der Bank Sumitomo Mitsui. Auch die Regierungskrise in Portugal, die das Ausmaß der Schuldenprobleme in Europa in Erinnerung gerufen hat, sorgte für Zurückhaltung an den Märkten, ebenso wie der Sturz des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi.

Der MSCI-Index für asiatische Aktienmärkte unter Ausschluss Japans stieg um 1,05 Prozent. Besonders deutlich waren die Gewinne in Shanghai und Hongkong. In Tokio schloss der Nikkei mit einem Abschlag von 0,3 Prozent auf 14.018 Punkte. Der Euro gab nach und notierte mit 1,2994 Dollar - nach 1,3010 am Mittwochabend in New York. Wegen der Spannungen in Portugal und Ägypten verteuerte sich Gold: Für eine Feinunze waren 1254 Dollar fällig.

Bei den Einzelwerten in Tokio stand erneut der Getränkehersteller Suntory im Mittelpunkt. Der Konzern, der Produkte wie Orangina-Limonade, grünen Tee oder Whisky anbietet, hatte seine Börsenpremiere am Mittwoch mit Kursaufschlägen gefeiert. Am Donnerstag griffen Anleger erneut und verhalfen dem Papier zu einem Plus von 1,75 Prozent.

Um 2,1 Prozent ging es für Aktien des Brokerhauses Daiwa House aufwärts. Die Citigroup hatte ihre Bewertung auf "kaufen" von zuvor "neutral" heraufgestuft.

Begeistert reagierten Anleger auf einen Bericht der Zeitung "Nikkei", wonach der Industriekonzern Chiyoda für umgerechnet 77 Millionen Euro das britische Serviceunternehmen Xodus kauft, das etwa bei der Erkundung von Öl- und Gasvorkommen aktiv ist. Die Chiyoda-Papiere verteuerten sich um 3,9 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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