Börse Tokio
Asiatische Börsen legen zu

Die Flut des billigen Geldes zeigt in Japan erste Früchte: Im Mai sind die Verbraucherpreise nicht weiter gefallen. Zusammen mit beruhigenden Signalen aus den USA führte das in Tokio zu starken Gewinnen.
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TokioDie nachlassende Angst vor einer strengeren US-Geldpolitik hat am Freitag für steigende Kurse an den asiatischen Aktienbörsen gesorgt. Besonders griffen Anleger in Tokio zu: Dort legte der Nikkei zu, weil heimische Konjunkturdaten auf eine Erholung der Wirtschaft hindeuteten. Dies sorge für eine gute Stimmung, sagte der Analyst Takuya Takahashi von Daiwa Securities. Die Wirtschaftspolitik von Ministerpräsident Shinzo Abe helfe der Wirtschaft.

Auch die Kurse in Shanghai erholten sich. Die chinesische Notenbank versicherte, die Märkte zu stabilisieren und sie mit ausreichend Geld zu versorgen. In der vergangenen Woche waren die Zinssätze für Darlehen der Banken untereinander auf Rekordwerte gestiegen, was die Angst vor einer Finanzkrise aufkommen ließ.

In Tokio stieg der Nikkei um 3,5 Prozent 13.677 Punkte. Der Leitindex in Shanghai legte um 0,2 Prozent zu. Auch an anderen wichtigen Börsen überwog zum Quartalsende der Optimismus. Der MSCI-Index für asiatische Aktienmärkte außerhalb Japans stieg um 1,4 Prozent.

Der Goldpreis sank in der Nacht auf 1.180,71 Dollar je Unze und damit auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren. Am Morgen erholte sich der Kurs aber auf 1209 Dollar. Ein Grund für den jüngsten Preisverfall ist die Ankündigung der US-Notenbank, ihre Geldpolitik zu straffen. Experten führen die Entwicklung auch darauf zurück, dass Fondsgesellschaften zum Quartalsende das Edelmetall verkauften.

Der japanische Währung zeigte sich schwächer. Für einen Dollar waren 98,79 Yen fällig. Davon konnten in Tokio exportorientierte Unternehmen profitieren, weil sich ihre im Ausland erzielten Gewinne mit einem schwächeren Yen stärker in den Büchern niederschlagen.

So stiegen Aktien von Mazda Motor um 4,6 Prozent und von Nissan Motor um 3,5 Prozent. Bei Panasonic betrug das Plus sogar 6,7 Prozent. Der Elektronikkonzern hatte sich von Firmenbeteiligungen getrennt und so umgerechnet 1,1 Milliarden Euro eingenommen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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